Ceramide in der Hautpflege – der Klebstoff der Haut

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Kai Melchior
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Dr. med. Antonia Dierks
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Ceramide in der Hautpflege – der Klebstoff der Haut

Das Wichtigste zu Ceramiden auf einen Blick:

  • Sie bilden die „extrazelluläre Matrix“, eine Art Klebstoff zwischen den Hautzellen.
  • Ceramide formen eine natürliche Barriere, die die Haut vor dem Austrocknen und vor potenziell schädlichen Außeneinflüssen schützt.
  • Hautverwandte Ceramide in Pflegeprodukten wie Cremes, Lotions und Seren gliedern sich in die natürliche Hautbarriere ein und helfen ihr, sich zu regenerieren.

Inhalt fachlich überprüft von: Medical Affairs

Wie pflegen Ceramide die Haut?

Ceramide sind wachsartige Lipide (Fette), die natürlicherweise auch in der äußeren Schicht der Haut vorkommen.1 Sie bilden eine Art „Klebstoff“ zwischen den Hautzellen, der von Fachleuten auch extrazelluläre Matrix genannt wird. Ceramide machen etwa 50% dieser Matrix aus.

Weitere wichtige Lipide (Fette) sind Cholesterin (etwa 25%) und weitere Fettsäuren (etwa 15%). Derzeit gehen Forschende davon aus, dass es 9 bis 12 Klassen von Ceramiden gibt. Rein chemisch betrachtet, basieren alle Ceramide auf einer wichtigen strukturellen Schlüsselkomponente: Sphingosin. Dabei handelt es sich um eine langkettige Verbindung aus Kohlenstoff und Eiweißbausteinen (Aminosäuren). Deshalb werden Ceramide auch zu den sogenannten Sphingolipiden gezählt.

Ceramide kommen in unterschiedlichen Arten in der menschlichen Haut vor. Sie unterscheiden sich dabei in ihrer chemischen Struktur und damit auch in ihrer Funktion. Ceramide spielen in der Haut eine sehr wichtige Rolle: Sie formen eine natürliche Barriere, die die Haut einerseits vor dem Austrocknen schützt und andererseits potenziell schädliche oder reizende Stoffe von außen abwehrt.2 Bei vielen Hautproblemen wie z. B. sehr trockener Haut, Rosacea, Couperose oder Neurodermitis kann diese natürliche Schutzbarriere gestört sein. Viele Pflegeprodukte von PHYSIOGEL® enthalten deshalb hautverwandte Ceramide, die sich optimal in die natürliche Schutzbarriere eingliedern und sie so bei der Regeneration unterstützen. Durch die stabilisierte Hautbarriere kann auch Feuchtigkeit besser in der Haut gehalten werden.

Das in PHYSIOGEL® enthaltene Ceramid heißt Ceramid NP, auch bekannt als Ceramid 3. Es gehört zu den häufigsten und stabilsten Formen von Ceramiden, die in Hautpflegeprodukten verwendet werden. Es handelt sich dabei um ein synthetisches Äquivalent zu natürlich vorkommenden Ceramiden in der Haut.

Übrigens: Alkalische Seifen mit einem pH-Wert über 7 können in der Haut Enzyme hemmen, die an der Bildung von Ceramiden beteiligt sind. Wer also solche Seifen verwendet und feststellt, dass seine Haut schneller austrocknet, weiß jetzt auch, warum das so ist.

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Quellen
  1. Meckfessel MH, Brandt S. The structure, function, and importance of ceramides in skin and their use as therapeutic agents in skin-care products. J Am Acad Dermatol. 2014 Jul;71(1):177-84. doi: 10.1016/j.jaad.2014.01.891. Epub 2014 Mar 20.
  2. Choi MJ, Maibach HI. Role of ceramides in barrier function of healthy and diseased skin. Am J Clin Dermatol. 2005;6(4):215-23. doi: 10.2165/00128071-200506040-00002.

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Kai ist bereits seit 2016 in wissenschaftlichen Positionen in der Pharmaindustrie aktiv und seit 2020 Head of Medical Affairs bei der Klinge Pharma GmbH. Die Abteilung ist Ansprechpartner für alle medizinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen zu den Produkten und Therapiebereichen und ständig im engen Austausch mit Ärzten, Apotheken, Redakteuren und Verbrauchern. Kai ist Diplom-Biologe und hat in Köln studiert.
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Antonia ist Ärztin und war bereits in mehreren Kliniken tätig. In ihrer Ausbildung und klinischen Laufbahn hat sie unter anderem Erfahrung in der Dermatologie, Plastischen, Allgemein- und Viszeral Chirurgie gesammelt. Zusätzlich war sie als Medical Writerin tätig und unterstützte eine digitale Gesundheitsplattform im medizinischen Beirat. Seit 2024 ist sie Teil der Abteilung Medical Affairs bei der Klinge Pharma. Hier überprüft und verfasst sie unter anderem Inhalte für die Website, ist an der Neuentwicklung von Produkten beteiligt und arbeitet eng mit der Marketingabteilung zusammen.