Sie ist nicht nur kosmetisch störend, sondern löst auch starke Beschwerden aus, die psychisch sehr belastend sein können: Neurodermitis, auch bekannt als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis. Eine chronisch-rezidivierende Hauterkrankung, die sich durch Symptome wie Entzündungen, gerötete und trockene Haut, Schwellungen, Pusteln und vor allem Juckreiz äußert. Bei starker Ausprägung bzw. akuten Schüben können die Symptome sogar sehr schmerzhaft sein. Betroffen sind überwiegend Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Bis zur Pubertät nehmen die Beschwerden bei den meisten jedoch deutlich ab. Junge Erwachsene und Erwachsene ab 30 Jahren sind sehr viel seltener betroffen.
Viele Patienten schämen sich für das eigene Hautbild und meiden etwa kurze Kleidung im Sommer, oder den Aufenthalt in Schwimmbädern. Von Intimität ganz zu schweigen.
Zusätzlich können sich Ängste und körperliche Schmerzen auf viele Lebensbereiche auswirken. Somit wird die Erkrankung nicht nur zur Belastungsprobe für die Haut, sondern auch für das Gemüt.
Die Lebensqualität wird tatsächlich ähnlich signifikant beeinflusst wie bei Menschen mit einem Schlaganfall, Parkinson oder Diabetes mellitus.1 Quälender Juckreiz, der nachts noch zunimmt und zu Schlafstörungen führt, großflächige Ekzeme, nässende Haut, der Befall von Händen und Füßen oder sogar von Gesicht und Genitalien und die möglicherweise daraus resultierenden Depressionen schränken das Leben der Betroffenen in vielen Bereichen empfindlich ein: von der Schule, über die Arbeit, bis hin zu intimen Beziehungen.2 Auch kommt es vor, dass Angehörige unter den Auswirkungen der Erkrankung auf den Alltag leiden.3 Umso wichtiger ist es zu wissen, dass mit der richtigen Pflege und Ernährung viel getan und erreicht werden kann, um den Leidensdruck zu mildern und die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen erheblich zu verbessern.