Symptome der Rosacea im Gesicht
Es beginnt in der Regel harmlos: im Frühstadium der Rosacea treten sporadisch fleckige Rötungen im Gesicht auf und es werden mehr und mehr kleine Gefäße unter der Hautoberfläche sichtbar. Nur, um dann nach einiger Zeit wieder zu verschwinden. Die zunächst schnell wieder abklingenden Symptome geraten dann meist schnell in Vergessenheit.
Das ist ganz typisch für die Rosacea im Anfangsstadium, denn die Symptome treten oft schubartig auf. Zwischen zwei Schüben können Wochen und Monate vergehen, doch mit jedem neuen Schub sind die Symptome ausgeprägter und halten oft auch länger an. So werden mit der Zeit aus kleinen geröteten Gesichtspartien und leicht sichtbaren Äderchen ausgeprägte entzündete Hautpartien, langanhaltende Rötungen, Papeln und Pusteln.
Dementsprechend ist ein Kernbestandteil der Behandlung und einer angepassten Pflegeroutine die Identifizierung der individuellen Auslöser (Trigger), die bei Betroffenen zu Schüben mit immer ausgeprägteren Symptomen führen. Wie lange ein Schub genau anhält ist sehr unterschiedlich, ebenso wie seine Ausprägung, und hängt stark vom Hauttyp, der individuellen Pflegeroutine und der Behandlung der Rosacea ab.
Die Krankheit entwickelt sich also über Jahre von leichten, diffusen Hautrötungen zu entzündeten, verdickten Hautpartien, Papeln und Knötchen. Bereits im Anfangsstadium ist es deshalb entscheidend, dass die individuellen Trigger für akute Rosacea-Schübe („Flushs“, wie sie aufgrund der Hautrötungen auch genannt werden) bestimmt werden. Denn Rosacea ist zwar weder wirklich gefährlich noch ansteckend, doch das gerötete Gesicht und die schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen führen häufig zu einer Minderung der Lebensqualität und sozialem Rückzug.
Eine angepasste Hautpflege, das Vermeiden typischer Trigger wie UV-Licht, Stress, bestimmter Inhaltsstoffe in Hautpflegeprodukten, Alkohol und bestimmter Lebensmittel und Gewürze, sowie eine ärztliche Behandlung, können die Symptome drastisch abmildern und Schüben vorbeugen bzw. diese abschwächen und hinauszögern. Als Ziel der Behandlung gilt aber keine Reduzierung der Symptome, sondern vollständige Symptomfreiheit (CLEAR-Behandlungsansatz).



