Glycerin ist ein körpereigener Feuchthaltefaktor
Glycerin (manchmal auch Glycerol) kommt zunächst wenig glamourös daher: Es ist eine farb- und geruchlose, sirupartige Flüssigkeit, die chemisch betrachtet zu den Alkoholen gehört. Glycerin besteht aus drei sogenannten OH-Gruppen – das O steht für Sauerstoff, das H für Wasserstoff – an die bestimmte Kohlenstoffatome gebunden sind. Seine chemische Formel lautet C3H8O3 und es hat, ganz wichtig, rein gar nichts mit dem gefährlichen Sprengstoff Nitroglycerin zu tun.
Der Körper kann Glycerin selbst herstellen. In der Haut sind dafür die Talgdrüsen in der äußersten Hautschicht (med. Stratum corneum) verantwortlich.1 Darüber hinaus entsteht Glycerin auch bei der Verdauung von Fetten und bei der körpereigenen Energiegewinnung, wenn zu diesem Zweck im Fettgewebe gespeicherte Triglyceride in Fettsäuren und Glycerin aufgespalten werden.
Glycerin hat hydrophile und hygroskopische Eigenschaften. Es kann also Wasser anziehen und binden. Deshalb gehört Glycerin zu den natürlichen Feuchthaltefaktoren (engl. Natural Moisturizing Factors, kurz NMF). Studien haben gezeigt, dass der Glycerin- und der Feuchtigkeitsgehalt der Haut korrelieren. Je mehr Glycerin vorhanden ist, desto besser ist die Haut mit Feuchtigkeit versorgt.2 Glycerin kann aber noch mehr:
- Es sorgt dafür, dass die extrazelluläre Matrix zwischen den Hautzellen, eine Art Klebstoff aus Ceramiden, weder zu dünn-, noch zu dickflüssig wird. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von Osmoregulation. Sie trägt dazu bei, dass die natürliche Hautbarriere gesund bleibt und optimal funktioniert.
- Es kann vor Hautreizungen schützen.
- Es kann die Hautabschuppung bei sehr trockener Haut wieder normalisieren.










