Rosacea kann auch die Augenpartie betreffen. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einer okulären Rosacea. Diese Form der Rosacea führt häufig zu Symptomen wie trockenen, gereizten, brennenden oder tränenden Augen.
Manche Betroffene berichten auch von einem Fremdkörpergefühl im Auge oder einer erhöhten Lichtempfindlichkeit. Die Meibom-Drüsen, die sich am Rand der Augenlider befinden, spielen eine wesentliche Rolle bei der okulären Rosacea. Diese Drüsen produzieren das Meibum, ein öliges Sekret, das Teil des Tränenfilms ist und die Augen vor dem Austrocknen schützt. Bei Rosacea können diese Drüsen durch Entzündungen blockiert oder dysfunktional werden, was zu einer Störung des Tränenfilms und folglich zu trockenen und gereizten Augen führt.
Die Behandlung & Pflege der okulären Rosacea richtet sich nach dem Schweregrad der Augenprobleme.
In vielen Fällen reicht eine angepasste Lidrandhygiene aus, um die Sekrete der Meibom-Drüsen zu verflüssigen. Zur Linderung der Beschwerden des trockenen Auges werden lipidhaltige Tränenersatzmittel empfohlen. In schweren Fällen kommen entzündungshemmende oder antibiotische Augentropfen mit den Wirkstoffen Ciclosporin und Azithromycin zur Anwendung. Auch das Auftragen von topischen Hautcremes, wie Ivermectin oder Metronidazol, auf den Lidern kann empfohlen werden. In einigen Fällen ist auch bei der Behandlung der Augen-Rosacea eine systemische Therapie mit Medikamenten erforderlich.1 Wichtig: Rosacea geht oft mit einer Beteiligung der Augen einher, so berichten bis zu 50 Prozent der Betroffenen von Symptomen an den Augen.4 Deswegen sollten die Augen in regelmäßigen Abständen ärztlich überprüft werden, auch wenn keine Beschwerden bestehen.
Die sanfte Reinigung und Entfernung von Rückständen und Sekreten an den Augenlidern ist die Basis der Behandlung einer okulären Rosacea. Zunächst wischt man dafür mit einem fusselfreien Reinigungspad, welches leicht mit klarem Wasser getränkt wurde, von oben nach unten.