Neurodermitis im Gesicht: Symptome, Make-up & Pflege


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Viele Betroffene fragen sich deshalb auch, ob Make-up genutzt werden kann, um die Symptome einer Neurodermitis im Gesicht zu verdecken. Kurz vorweg: es kommt darauf an. Befindest Du Dich gerade in einer akuten Phase (Schub), mit nässenden Hautstellen, infolge von Entzündungen, aufgekratzten Stellen und aufplatzenden Bläschen, solltest Du diese ekzematösen Hautpartien auf keinen Fall überschminken. Um in der chronischen (schubfreien) Phase jedoch Abschürfungen, Verdickungen, Risse und Schuppen zu kaschieren, kann durchaus ein mildes und hautschonendes Make-up verwendet werden. Allerdings nur unter Anwendung einer feuchtigkeitsspenden Grundierung mithilfe einer Creme für die Basispflege und mit für Allergiker geeigneten Kosmetikprodukten. Auf Puder, langhaltende Lippenstifte und Produkte mit potenziellen Allergenen wie bestimmten Farb- und Duftstoffen, Alkohol, Paraffinen, sowie Konservierungsmitteln, solltest Du hingegen verzichten.
Noch wichtiger ist, dass die sogenannte Basispflege konstant angewendet wird, also das tägliche Eincremen mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Cremes, Salben und Lotionen, die zudem sogenannte hautverwandte Lipide beinhalten, um die gestörte Hautbarriere zu regenerieren. So soll der nächste Schub hinausgezögert und sein akuter Verlauf abgemildert werden. Gleichzeitig spendet die Basispflege der trockenen Neurodermitis-Haut im Gesicht Feuchtigkeit und macht sie widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen, Keimen, Allergenen und Reizstoffen, die, als sogenannte „Trigger“, bei vielen Patienten zu Neurodermitis-Schüben führen können. Diese individuellen Auslöser müssen außerdem identifiziert und zukünftig gemieden werden.
Was löst Neurodermitis im Gesicht aus?
Doch das ist nicht das einzige Problem der Neurodermitis an Stellen, die ständig in direktem Kontakt mit der Umwelt stehen. Vor allem der quälende Juckreiz sorgt immer wieder dafür, dass Betroffene sich mit den Händen bewusst und unbewusst ins Gesicht fassen. Aber genau diese Berührungen bergen ein großes Risiko. Denn an den Händen und unter den Fingernägeln sammeln sich alle erdenklichen Arten von Mikroorganismen wie Bakterien, Dreck und reizende Stoffe. Beim Kratzen und Berühren des Gesichts, gelangen diese auf die Haut und können dort, durch die Mikroverletzungen infolge des Kratzens und die rissige, trockene Haut, die Hautbarriere überwinden. In empfindlichen Bereichen wie im Gesicht, insbesondere an den Augen, am Mund und an den Lippen, aber auch an Kopfhaut, Hals und Nacken, kann es so verstärkt zu Entzündungen kommen, was eine spezielle Behandlung erforderlich macht. Darauf gehen wir auch in unserem Beitrag zur Neurodermitis am Auge oder auf der Kopfhaut gezielt ein.
Gleichzeitig ist die Haut im Gesicht, auch unabhängig von Berührung, ständig ungeschützt potenziellen Reizfaktoren wie Luftverschmutzung, Kälte, Schweiß, Pollen, trockener Luft, Zigarettenrauch, Ozon, schwülem Klima und UV-Strahlung ausgesetzt. Für die gesunde Hautbarriere aus Lipiden und Hornzellen sind diese Faktoren natürlich auch belastend, doch der intakte Säureschutzmantel wehrt die ständigen Angriffe gegen unsere Haut zuverlässig ab. Er verhindert das Eindringen von Keimen und Umweltreizen und schützt unser Gesicht auch vor mechanischer Beanspruchung durch Schminken, Waschen und Abtrocknen, sowie den entsprechenden Pflegeprodukten und Utensilien wie Schwämme und Pinsel.
Doch ist die Haut-Lipid-Barriere ohnehin schon geschwächt (durch die Neurodermitis) und reagiert das Immunsystem dann aufgrund der Atopie über, also empfindlich, auf eigentlich harmlose Reizstoffe und Allergene, etwa bestimmte Lebensmittel, Pollen, Duftstoffe, Tierhaare oder Milben, dann wirken sich diese Dinge umso mehr auf das Hautbild aus. Die Haut wird trocken, Juckreiz entsteht und es steigt die Gefahr, dass noch mehr reizende Stoffe und andere Trigger die Hautbarriere überwinden. Gelangen dann noch Pilze, Bakterien und Viren auf die Haut, kommt es eventuell sogar zu Sekundärinfektionen, die sich durch Symptome wie die „Honigkruste“ (gold-gelber Schorf auf betroffenen Hautarealen), (Dell)Warzen oder die sog. „Head-Neck-Dermatitis“ bemerkbar machen. Das Risiko dafür ist im Gesicht und an den Händen besonders groß.
Symptome von Neurodermitis im Gesicht
Auch variiert das Erscheinungsbild im Gesicht stark mit dem Alter und kann sich im Verlauf der Erkrankung sogar verändern. Zudem sind viele Symptome wie gerötete Haut, Schuppen und Juckreiz, sehr allgemein und typisch für viele verschiedene Hautprobleme, etwa Kontaktekzeme oder Schuppenflechte. Typische Anzeichen für eine Neurodermitis sind hingegen, dass die Symptome phasenweise auftreten, über eine lange Zeit anhalten und durch bestimmte Faktoren wie trockene Luft, heißes Wasser, Kälte, Milchprodukte und/oder Stress zunehmen. Zudem gibt es eine Reihe sehr spezieller Symptome, die Anhaltspunkte für eine Neurodermitis sein können, sogenannte atopische Stigmata, von denen sich viele im Gesicht zeigen. Diese Symptome treten häufig bei Menschen mit Krankheiten des atopischen Formenkreises wie Asthma, bestimmten Allergien und eben Neurodermitis auf, aber nicht bei anderen Hautkrankheiten. Kommt es also nicht nur zu Ekzemen, Rötungen, trockener Haut und Juckreiz, sondern auch zu atopischen Stigmata, erhärtet sich der Verdacht auf eine Neurodermitis deutlich. Und diese Differentialdiagnose ist wichtig, da die Behandlung des atopischen Ekzems sehr individuell erfolgt.
Darum muss der Juckreiz gelindert werden
Der Unterschied zwischen Ekzem und Neurodermitis
Eine Neurodermitis kann in ihrer Erscheinungsform einem Ekzem sehr ähneln. Die beiden Hauterkrankungen können deshalb leicht miteinander verwechselt werden. Die Unterschiede zu erkennen ist demzufolge essenziell für eine richtige Behandlung. Ein Ekzem kann sich, genau wie einer Neurodermitis, durch juckende, gerötete, schuppige und entzündete Haut auszeichnen. Es gibt verschiedene Arten, darunter das Kontaktekzem, allergische Ekzeme und das seborrhoische Ekzem. Durch Allergene, Stress, trockene Haut und Kontakt mit bestimmten Substanzen können sie ausgelöst werden. Im Gegensatz zur Neurodermitis spielt genetische bzw. familiäre Veranlagung dabei keine wesentliche Rolle. Auch unterscheiden sich die Erkrankungen in der Manifestierung. Neurodermitis ist in der Regel eine chronische Erkrankung, während Ekzeme gelegentlich auftreten und schnell wieder verschwinden. Auch treten bei Menschen, die unter einem Ekzem leiden, weniger häufig Begleiterkrankungen wie Asthma oder Heuschnupfen auf, während dies bei Neurodermitis häufig der Fall ist.3
Neurodermitis im Gesicht: Ursachen & Auslöser der Erkrankung
Die genauen Ursachen von Neurodermitis sind bisher noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch vermutet, dass sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren in Kombination eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass die Hautbarriere bei einem atopischen Ekzem gestört ist. Äußere Reize, Viren oder Bakterien können so leichter in den Organismus eindringen und für Entzündungen und weiteren Schaden sorgen.
Das ist besonders kritisch, da die Neurodermitis zu den Erkrankungen des atopischen Formenkreises zählt, wie zum Beispiel auch Heuschnupfen. Die Atopie beschreibt, dass das Immunsystem mit Entzündungen und anderen Überreaktionen auf eigentlich harmlose Reizstoffe reagiert, etwa auf Tierhaare, Hausstaubmilben oder Pollen. Können diese nun, aufgrund der gestörten Hautbarriere, noch leichter in den Körper eindringen und dort allergische Reaktionen auslösen, führt das zu umso ausgeprägteren Symptomen wie Hautrötungen, Schwellungen und Juckreiz.
Weitere Auslöser können beispielsweise Stress, trockene Luft, bestimmte Lebensmittel oder auch Kontakt mit einzelnen reizenden Substanzen, insbesondere Duft- und Farbstoffen, sein. Gleichzeitig können bereits bestehende Allergien und auch Infekte das Immunsystem soweit schwächen, dass es Mikroorganismen noch leichter haben, über die Hautbarriere einzudringen. In diesem Fall drohen Sekundärinfektionen.
Neurodermitis im Gesicht kann also durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Es ist wichtig, diese zu kennen, um eine effektive Behandlung zu gewährleisten. Jedoch sind die eigentlichen Ursachen, also die gestörte Hautbarriere und die Atopie, nicht mit den Auslösern akuter Schübe zu verwechseln. Die Ursachen beschreiben sozusagen die Veranlagung und das erhöhte Risiko für atopische Ekzeme, aber stark ausgeprägte Symptome entstehen meist erst bei Kontakt mit entsprechenden Triggern. Deshalb zielt die Behandlung der chronischen und nicht heilbaren Hautkrankheit vor allem darauf ab, Trigger zu erkennen, zu meiden und die Hautbarriere durch die Basispflege widerstandsfähiger zu machen. Während eines akuten Schubs wird die Behandlung dann, je nach Symptomatik, temporär um rezeptpflichtige Wirkstoffe und Therapien wie die Lichttherapie erweitert, um die Entzündungen einzudämmen und eventuelle Sekundärinfektionen zu behandeln.
Auslöser für akute Ekzeme im Gesicht
Eine der häufigsten Ursachen von Neurodermitis im Gesicht ist eine genetische Veranlagung. Wenn jemand in der Familie Neurodermitis hat, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch andere Familienmitglieder davon betroffen sind. Denn die Veranlagung zur Atopie, also der Überreaktion des Immunsystems, ist vor allem erblich bedingt. Erst durch die Atopie können Trigger wie Umweltfaktoren, Reizstoffe und Stress zusätzlich dazu beitragen, dass sich die Hauterkrankung manifestiert und entsprechende Symptome bzw. akute Schübe entstehen.
Leiden beide Elternteile an Neurodermitis, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass auch ihr Kind an Neurodermitis erkranken wird, bei 60–80 %. Hat nur ein Elternteil eine Veranlagung, sinkt das Risiko auf 20-40 % und ist kein Elternteil betroffen, liegt es nur bei 5–15 %. Doch die Veranlagung allein führt noch nicht zwangsläufig zu einer ausgeprägten Neurodermitis. Der individuelle Umgang mit der Erkrankung, vor allem bezüglich Triggern und die Basispflege, spielen eine entscheidende Rolle.
Allergien
Wenn der Körper auf bestimmte Substanzen allergisch reagiert, kann dies zu Hautirritationen führen. Durch die Störung der Haut-Lipid-Barriere können diese umso leichter eindringen und entsprechende Reaktionen wie Entzündungen, Hautrötungen und Juckreiz auslösen. Häufige Allergene, die Schübe triggern können, sind Pollen, Staubmilben und bestimmte Lebensmittel, vor allem Kuhmilchprodukte und Eier.
Bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben ist es ratsam, die Möbel mit einem speziellen Schutz abzudecken, den Du in der Apotheke erhältst. Bei Kindern ist es außerdem ratsam, die Kuscheltiere tagsüber in das Kühlfach zu legen, um Milben abzutöten. Verzichte zudem auf Teppiche und Vorhänge im eigenen Haushalt. Bei einer Pollenallergie solltest Du die Haare vor dem Schlafengehen waschen, um die Pollenlast zu reduzieren, und zudem das Fenster geschlossen halten.
Stress
Stress kann auch dazu beitragen, dass ein atopisches Ekzem im Gesicht ausbricht. Er kann den Körper in einen Zustand versetzen, in dem das Immunsystem überreagiert und Hautirritationen auslöst. Stress gehört aber zum Leben, weshalb gerade bei Kindern die Symptome häufig vor dem Schulbeginn nach den Ferien, aber auch in freudiger Erwartung eines Geburtstages zunehmen. Denn auch positiver Stress kann Neurodermitis begünstigen, ebenso wie Trauer oder Langeweile.
Deshalb ist es entscheidend, den Stress nicht zu vermeiden, denn das ist unmöglich. Wichtig ist, dass Du Strategien zur Stressbewältigung erlernst und offen über Deine Gefühle und Sorgen sprichst, auch bezüglich der Neurodermitis. Auch Yoga und Meditation können hilfreich sein.
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Eltern nicht mit zu großer – obgleich verständlicher – Vorsicht gegenüber Dreck, Gräsern und Süßigkeiten agieren. Zum Beispiel ist bis heute kein kausaler Zusammenhang zwischen Zucker und Neurodermitis wissenschaftlich belegt, auch wenn Zucker an sich Entzündungen verstärken kann.
Das Verbieten von kurzer Kleidung im Sommer, oder des gemeinsamen Eisessens mit Freunden, ohne dass festgestellt wurde, dass speziell diese bei Deinem Kind zu Neurodermitis führen, erhöht den Stress des Kindes und dieser erhöht das Risiko für akute Schübe, im Gegensatz zu Zucker, nachweislich. Sei also aufmerksam, aber nicht zu vorsichtig.
Temperatur & Klima
Trockene Heizungsluft, extreme Kälte und Hitze, aber auch schwüles Wetter und schnelle Wetterumschwünge können Auslöser für Neurodermitis-Schübe sein. Vor Kälte schützt Du Dein Gesicht am besten mit einem dicken Schal. Dieser sollte allerdings nicht aus Wolle oder synthetischen Fasern bestehen, sondern aus Baumwolle.
Schweiß, ein weiterer häufiger Trigger für Ekzeme im Gesicht, kann bei hohen Temperaturen nicht immer vermieden werden. Hier kann aber ein Stirnband aus Baumwolle helfen, den Schweiß zumindest nicht in die Augen bzw. das Gesicht laufen zu lassen. Generell solltest Du bei Neurodermitis stark schweißtreibende Aktivitäten meiden oder sofort danach duschen und zwar bei lauwarmem Wasser bis maximal 32 Grad Celsius, für nicht mehr als fünfzehn Minuten und mit einer geeigneten Dusch-Creme, statt mit schäumenden Shampoos.
Auch bei der Auswahl des Urlaubsziels spielt das eine Rolle. Menschen mit Neurodermitis reagieren oft empfindlich auf Klimaanlagen und extreme Temperaturen. Ein Urlaub in einer gemäßigten oder subtropischen Klimazone ist empfehlenswert, ebenso wie Urlaub am Meer, aufgrund der salzhaltigen Luft. Auch in den Bergen ist das Klima nur sehr selten schwül und die Luft nahezu frei von Toxinen. Denn auch die Luftverschmutzung durch Stickoxide und andere Gifte wirkt sich permanent auf das ungeschützte Gesicht aus. Die genaue Auswahl des nächsten Reiseziels kann also durchaus dazu beitragen, die Symptome der Neurodermitis im Gesicht zu lindern.
Ungeeignete Hautpflege
Einer der häufigsten Auslöser für Neurodermitis-Schübe sind Pflegeprodukte, die nicht für trockene und irritierte Haut geeignet sind. So sollten weder Make-up und klassische Konservierungsmittel, noch Reinigungs- und Pflegeprodukte für das Gesicht aus reinem Öl bestehen. Auch Duft- und Farbstoffe, sowie typische Konservierungsmittel in Hautpflegeprodukten, sind bekannte Trigger für Kontaktekzeme und somit auch Neurodermitis-Symptome, ebenso wie klassische Seife mit Lauge.
Ungeeignete Inhaltsstoffe sind zum Beispiel Konservierungsstoffe wie Formaldehyd und Parabene. Auch die Farbstoffe Tartrazin (E102), Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4R (E124) und Allurarot AC (E129), die oft in Kosmetika und Reinigungsmitteln zu finden sind, sollten vermieden werden. Zudem gibt es insgesamt 26 Duftstoffe, die als kritisch gelten. Produkte, welche diese beinhalten, müssen in der EU speziell gekennzeichnet werden. Zu diesen Duftstoffen zählen zum Beispiel Linalool, Farnesol und Limonen.
Verwende stattdessen Produkte, die für Allergiker geeignet und pH-hautneutral sind. Zusätzlich sollten sie nur wenige, aber dafür ausgewählte Inhaltsstoffe beinhalten, etwa Glycerin, Lipide wie zum Beispiel Ceramide, die der Haut Feuchtigkeit spenden und die Hautbarriere stärken. Für die sanfte Reinigung des Gesichts eignet sich zum Beispiel unsere milde Reinigungsmilch. Nach dem Duschen solltest Du Dein Gesicht außerdem nicht mit dem Handtuch "trockenrubbeln", sondern vorsichtig tupfen. Leidest Du an juckender und trockener Kopfhaut, verzichte auf das Färben der Haare und ebenso auf den Einsatz von Föhn, Lockenwicklern und/oder Glätteisen.
Die PHYSIOGEL® BioMimetic Technologie
Die fortschrittliche PHYSIOGEL® BioMimetic Technologie imitiert die lamellare Struktur der Haut und enthält hautverwandte Lipide. Die Lipide, die für die PHYSIOGEL BioMimetic Technologie verwendet werden, schützen die Hautzellen, indem sie Feuchtigkeit einschließen. Die von den Lipiden umgebenen Hautzellen formen eine schützende Barriere, die nicht nur den Feuchtigkeitsverlust, sondern auch das Eindringen von Allergenen von außen verhindert. Auf diese Weise unterstützen Cremes und Lotionen mit der PHYSIOGEL BioMimetic Technologie die natürliche Funktion der Haut. Die Haut-Lipid-Barriere wird klinisch erwiesen regeneriert und gestärkt, sodass wichtige Feuchtigkeit in der Haut verbleibt – und schädliche Reizstoffe nicht eindringen können.
Make-up trotz Neurodermitis im Gesicht?
Wir lieben es. Make-up unterstreicht unsere natürliche Schönheit und korrigiert Hautirritationen, Rötungen und Unebenheiten für den perfekten Tag oder den Abend. Gerade bei empfindlicher Haut, die fahl aussieht, rau oder gerötet ist, zaubert Make-up Glow zurück ins Gesicht. Auch Menschen mit Neurodermitis sind geneigt dazu, die sichtbaren Symptome im Gesicht zu verdecken. Und das ist auch vollkommen ok.
Doch nicht immer werden Grundierungen, Make-up, Rouge, Lidschatten, Wimperntusche, Lipgloss und Co. gut vertragen, insbesondere bei Neurodermitis.
Der Grund: Viele Kosmetikprodukte enthalten Inhaltsstoffe, die reizen, Rötungen verstärken, die Haut austrocknen und möglicherweise sogar Kontaktekzeme auslösen. Daher ist es besonders wichtig, auf Produkte zurückzugreifen, die für empfindliche Haut geeignet sind und die Pflege der Hautbarriere unterstützen.
Vorsicht bei der Auswahl der Schminke
Schritt für Schritt Anleitung zum Auftragen von Make-up bei Neurodermitis im Gesicht:
- Gesicht mit einem milden Gesichtswasser oder Reinigungsfluid reinigen.
- Eine milde, rückfettende Gesichtscreme mit wichtigen Inhaltsstoffen wie Glycerin und Lipiden, aber ohne Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe auftragen. Sie dient als Grundierung und lässt die Haut unter dem Make-up atmen.
- Anschließend das Make-Up vorsichtig auftragen und dabei nicht reiben. Schwämme und Pinsel sind nur bedingt geeignet, da sie schnell zum Sammelbecken für Keime werden. Benutze solche Hilfsmittel nur, wenn sie vorher gründlich gereinigt wurden bzw. neu oder Einwegprodukte sind. Zudem solltest Du lieber Creme-Make-ups verwenden und auf Puder verzichten. Zur Fixierung kannst du spezielle, hypoallergene Sprays verwenden.
- Beim Abschminken ebenfalls milde Produkte verwenden und tupfen statt reiben. Am besten mit den - vorher gründlich gewaschenen - Fingern und nicht mit Wattepads. Anschließend kannst Du eventuelle Überreste mit einem Tuch sanft abwischen. Zur schonenden Entfernung von Make-up eignet sich übrigens unsere PHYSIOGEL® sanfte Reinigungsmilch.
Augen und Lippen schminken
Augen:
- Da Grundierung und Make-up im gesamten Gesicht nur sehr dünn aufgetragen werden können, gelingt es nicht vollständig, Rötungen und andere Symptome zu überschminken. Deshalb ist die gezielte Betonung symptomfreier Gesichtspartien, insbesondere der Augen, umso wichtiger.
- Mascara ist dabei wohl das Produkt, welches den größten Effekt hat, da es die Augen größer macht. Leider ist es aber auch das Produkt mit den meisten Konservierungsstoffen, die potenzielle Reizstoffe für Neurodermitis-Schübe sein können. Deshalb ist es hier besonders wichtig, ein gründlich geprüftes, hypoallergenes Produkt zu wählen und es vorher auf Verträglichkeit zu testen.
- Auf Lidschatten solltest Du eher verzichten, da dieser sehr viele Farbstoffe enthält, die ebenfalls akute Schübe triggern können. Betone stattdessen Wimpern und Augenbrauen. Möchtest Du dennoch Lidschatten verwenden, greife auch hier zu geeigneten Produkten und verzichte auf wasserfeste Varianten. Diese sind beim Abschminken schwer zu entfernen, was deine Haut zusätzlich reizen würde. Das gilt übrigens auch für Wimperntusche. Hast Du einen geeigneten Lidschatten gefunden, kannst Du übrigens Deine Hautrötungen als eine Art Basis nutzen. Ergänze sie mit einem dunklen rosafarbenen Ton, von der Außenseite des Augenlids, bis hin zum Wimpernrand. Diesen kannst Du anschließend mit einem Braunton, passend zu deinem Teint, vermischen und denselben Braunton auch auf die unteren Wimpern auftragen. Die Mitte des Augenlids kannst Du dann mit einem schimmerndem Farbton akzentuieren, was gleichzeitig von eventuell leicht durchschimmernden Schuppen der trockenen Haut ablenkt. Trägst Du diesen Farbton ebenfalls am inneren Augenwinkel auf, vergrößert dies das Auge optisch. Anschließend noch den oberen Wimpernkranz mit einem Pinsel leicht nachzeichnen. Hautrötungen am unteren Augenlid kannst Du übrigens mit einer geeigneten Foundation oder einem Concealer überdecken, sofern Du die Haut vorher mit ausreichend Feuchtigkeit (siehe Grundierung) versorgt hast.
- Stifte für die Augen kannst Du benutzen, sofern diese speziell für den Einsatz auf empfindlicher Haut geeignet sind. Die Haut um die Augen herum ist sehr, sehr dünn und besonders anfällig für mechanische Reizung und Kontaktallergien. Außerdem solltest Du auf stark leuchtende Farben wie Grün oder Blau verzichten, da diese meistens Farbstoffe enthalten, die als Allergene bekannt sind.
Allerdings ist das Make-up für die Augen nur dann geeignet, wenn die Augenlidekzeme nicht jucken und keinerlei nässenden Rötungen vorhanden sind. An solchen Tagen ist dann eher die Betonung der Lippen ratsam. Außerdem sollten sich Augen- und Lippen-Make-up die Waage halten. Hast Du die Augen stärker betont, sei bei den Lippen sparsam und ebenso andersherum.
Lippen:
- Die Betonung der Lippen bringt die Gesichtszüge wieder in eine Art Gleichgewicht, welches durch Entzündungen aus der Balance geraten ist. Bei Hautrötungen und Ekzemen im Gesicht fällt die Farbe der Lippen kaum auf. Wird diese jedoch unterstrichen, lenkt sie von den Symptomen ab.
- Auch die Lippen sollten vorher eine Grundierung mit einem feuchtigkeitsspendenden Pflegebalsam oder Pflegestift erhalten, der frei von potenziellen Reizstoffen wie Konservierungsmitteln (z. B. Parabenen), Duftstoffen und ätherischen Ölen, Alkohol, Paraffinen und auch bestimmten Farbstoffen, wie zum Beispiel Tartrazin (E102) in roten Lippenstiften, Chinolingelb (E104), Azorubin (E122), Ponceau 4R (E124) und Allurarot AC (E129), ist. Zudem ist es ratsam, grundsätzlich auf einen Balsam zurückzugreifen, der auch Farbe abgibt, anstatt Lippenstift zu verwenden. Gerade langanhaltende 24-Stunden-Lippenstifte trocknen die empfindliche Haut an den Lippen aus.
- Als erstes trägst Du eine Schicht Balsam auf, indem Du in der Mitte der Oberlippe beginnst und den Balsam von dort bis zu den Mundwinkeln streichst. Anschließend ist die Unterlippe dran. Je stärker Du die Lippen betonen möchtest, desto mehr Schichten kannst Du auftragen. Dadurch hält die Farbe länger.
- Nach dem Auftragen jeder Schicht solltest Du die Lippen kurz mit einem Papiertuch abtupfen, bevor Du die nächste aufträgst.
Unsere Hautpflegeprodukte bei Neurodermitis
KI-Hautanalyse
Die optimale Gesichtspflege bei Neurodermitis
Vermeide aggressive Reinigungsmittel, die Deine Haut reizen können. Stattdessen solltest Du milde Reinigungsmittel verwenden, die speziell für empfindliche Haut entwickelt wurden. Achte darauf, dass die Reinigungsmittel frei von Parfüm, Farbstoffen und anderen irritierenden Stoffen sind. Die PHYSIOGEL® Calming Relief Sanfte Reinigungsmilch reinigt die Haut, ohne dabei die Haut-Lipid-Barriere zu zerstören und befreit sie von Verunreinigungen. Die Haut wird beruhigt und erlangt ein angenehmes Gefühl.
Neurodermitis im Gesicht kann dazu führen, dass Deine Haut trocken und rissig wird. Um dies zu vermeiden, solltest Du Deine Haut regelmäßig eincremen. Verwende eine feuchtigkeitsspendende Creme oder Salbe, die speziell für empfindliche Haut entwickelt wurde. Trage die Creme oder Salbe mehrmals täglich auf (vor allem nach dem Duschen) und achte darauf, dass Du auch den Bereich um Deine Augen herum nicht vergisst. Die PHYSIOGEL® Calming Relief A.I.
Produkte beruhigen irritierte, juckende oder gerötete Haut. Durch einen 3-fach Effekt wird die Haut regeneriert und langanhaltend repariert. Dabei zeichnet sich die Formulierung durch wenige Inhaltsstoffe, vor allem Feuchthaltefaktoren wie Glycerin und Lipide, aus und verzichtet auf mögliche Allergieauslöser wie Duft- oder Farbstoffe.
Bestimmte Lebensmittel, Umweltfaktoren oder andere Auslöser können Neurodermitis-Schübe verursachen. Wenn Du feststellst, dass bestimmte Auslöser Deine Symptome verschlimmern, solltest Du versuchen, diese zu vermeiden. Halte auch Deine Umgebung sauber, da Hausstaubmilben, Bakterien und Pollen Neurodermitis-Symptome verschlimmern können.
UV-Strahlen können die Symptome von Neurodermitis im Gesicht verschlimmern. Verwende daher einen hohen Lichtschutzfaktor, um die Haut vor Schäden durch UV-Strahlen zu schützen. Die PHYSIOGEL® Calming Relief Anti-Rötungen Tagescreme mit Lichtschutzfaktor 20 verringert klinisch belegt Gesichtsrötungen und beruhigt gerötete Haut sofort. Die schnell einziehende Tagescreme hilft, das Wiederauftreten von Rötungen zu verhindern, und bietet gleichzeitig einen UVA- sowie UVB-Schutz (LSF 20).
Sowohl Gesichtscremes als auch die Handwaschlotion zum Händewaschen und Waschmittel sollten keinerlei Allergene enthalten.
Die folgenden reizenden Stoffe können bei Menschen mit extrinsischer Neurodermitis zu Kontaktallergien führen und Schübe triggern. Die Liste ist jedoch keinesfalls vollständig und enthält nur einige Beispiele. So gibt es zum Beispiel insgesamt 26 Duftstoffe in Kosmetika und Pflegeprodukten, die häufig zu Kontaktallergien führen. Die meisten davon sind primär in ätherischen Ölen enthalten.
Duftstoffe:
- Limonen
- Linalool
- Coumarin
- Citral
- Geraniol
- Citronellol
- Eugenol
- Isoeugenol
- Cinnamal
- Benzylalkohol
- Farnesol
- Hexyl cinnamal
- Amyl cinnamal
- Evernia prunastri (Baummoos)
- Hydroxyisohexyl 3-cyclohexen carboxaldehyd („HICC“)
Farbstoffe:
- Tartrazin (E102)
- Chinolingelb (E104)
- Azorubin (E122)
- Ponceau 4R (E124)
- Allurarot AC (E129)
Konservierungsmittel:
- Parabene (z. B. Methylparaben, Propylparaben)
- Formaldehyd und Formaldehydabspalter (z. B. Diazolidinylharnstoff, Imidazolidinylharnstoff)
Reinigungsmittel:
- Sodiumlaurylsulfat (SLS)
- Natriumlaurethsulfat (SLES)
- Benzalkoniumchlorid
- Ammoniak
- Essigsäure
Chemische Lösungsmittel:
- Benzin
- Aceton
- Toluol
- Ethylacetat
- Methylenchlorid
Bereite die Haut gut auf das Make-up vor.
Schritt 1: Reinigung
Dazu gehört zunächst die sanfte und milde Reinigung der Haut (und auch der Hände), sodass Schmutz, Talg oder auch Allergene aus der Luft nicht unter dem Make-up eingeschlossen werden und die Haut belasten. Nach dem Aufstehen gehört die Reinigung ohnehin zur Pflegeroutine. Wer nach der Arbeit sein Make-up für den Abend erneuert, sollte ebenfalls daran denken. Die sanfte Reinigungsmilch oder das Mizellen Reinigungsfluid der Calming Relief Produktreihe von PHYSIOGEL® reinigen die Haut besonders sanft. Um die Hände vor dem Schminken zu waschen, nutzt Du am besten eine milde Handwaschlotion und keine normale Seife mit Lauge.
Step 2: Grundierung
Die Grundierung soll für den Halt des Make-ups sorgen und gleichzeitig Deinen Teint ausgleichen. Dafür trägst Du sie vorsichtig mit den Fingern auf und verteilst sie mit sanften kreisenden Bewegungen. Beginne mit geröteten Hautpartien und arbeite Dich aus der Mitte zum Rand deines Gesichts und zum Hals vor. Bei empfindlicher und trockener Haut eignet sich die Calming Relief Gesichtscreme oder die Calming Relief reichhaltige Gesichtscreme von PHYSIOGEL. Auch speziell für Hautrötungen haben wir ein geeignetes Produkt, nämlich die Tagescreme mit LSF 20, welche zudem einen Lichtschutz enthält. Die Grundierung sorgt für einen besseren Halt des Make-ups, für ein geschmeidiges Hautgefühl und versorgt die Haut-Lipid-Barriere gleichzeitig mit wichtigen Inhaltsstoffen. Damit das Make-up nicht in den Hautfältchen verläuft, warte vor dem Auftragen darauf, dass die Grundierung gut eingezogen ist.
Wenn die Grundierung gut eingezogen ist, decke anschließend gerötete Stellen oder Pickelchen mit einem hypoallergenen Concealer ab. Trage dann das Make-up auf. Am besten klopfst Du dieses sanft mit den Fingern in die Haut ein oder verteilst es mit einem sauberen Make-up-Schwämmchen in kreisenden Bewegungen gleichmäßig auf dem Gesicht. Übergänge an den Gesichtsrändern verblendest Du im Anschluss gut mit einem gereinigten Pinsel.
Puder entzieht der Hautoberfläche Feuchtigkeit und natürliche Lipide. Trockene und empfindliche Haut kann so noch trockener werden. Verwende ein feuchtigkeitsspendendes, fixierendes Spray, damit das Make-up lange hält. Wenn Du merkst, dass Deine Haut im Laufe des Tages austrocknet, hilft ein kleiner Spritzer, um die Haut feucht und Dein Make-up frisch zu halten.
Wenn Deine Haut empfindlich ist, sollte Dein Make-up für Deinen Hauttyp geeignet sein und keine irritierenden Inhaltsstoffe enthalten. Duft- und Farbstoffe, klassische Konservierungsmittel, Talkum oder Metalle können zu Kontaktallergien führen.
Daher nutze bei empfindlicher Haut eher allergenfreie dekorative Kosmetik, die zusätzlich pflegende und beruhigende Wirkstoffe enthält. Ist Deine Haut trocken, greife zu einem Make-up für trockene Haut, das gleichzeitig Feuchtigkeit spendet.
Make-up-Schwämmchen, Pinsel und die Hände sollten außerdem sauber sein, wenn Du Dein Make-up aufträgst und nach der Nutzung gereinigt werden.
Möchtest Du einen Echthaar-Make-up-Pinsel reinigen, greife auch dafür auf (gut verträgliches) Baby-Shampoo oder unser extra mildes Shampoo zurück. Pinsel mit synthetischen Borsten vertragen Spülmittel. Auch hier solltest Du jedoch auf eventuelle Allergene achten, die zu Schüben führen können. Reinigungsmittel sollten zudem pH-neutral sein.
Weitere Ratgeber bei Neurodermitis
- Darsow U, Raap U, Ständer S. Atopic Dermatitis. In: Carstens E, Akiyama T, editors. Itch: Mechanisms and Treatment. Boca Raton (FL): CRC Press/Taylor & Francis; 2014. Chapter 3. PMID: 24830009.
- Harth W, Gieler U (2006) Psychosomatische Dermatologie. Springer, Berlin Heidelberg New York Tokyo
- Darsow U, Raap U, Ständer S. Atopic Dermatitis. In: Carstens E, Akiyama T, editors. Itch: Mechanisms and Treatment. Boca Raton (FL): CRC Press/Taylor & Francis; 2014. Chapter 3. PMID: 24830009.
Medical Affairs

Kai Melchior












