Akuter Schub bei Neurodermitis, mögliche Auslöser & Behandlung
Neurodermitis ist eine weit verbreitete, chronische Hauterkrankung, die das Gesicht und/oder den Körper betrifft. Eine Störung der Haut-Lipid-Barriere führt dazu, dass die Haut zu viel Feuchtigkeit an die Luft abgibt, wodurch sie austrocknet und rissig wird. Sie verliert ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Mikroorganismen und Keimen, Dreck, Flüssigkeiten und Umwelteinflüssen, sowie potenziellen Reizstoffen und Allergenen, welche normalerweise nicht über die Haut eindringen können. Doch erst die Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Reize führt dann zu den typischen Symptomen eines akuten Neurodermitis-Schubs, wie Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Ekzemen, Bläschen und nässenden Wunden, sobald die Trigger die geschwächte Hautbarriere überwinden.
Betroffene erleben also einen phasenweisen Verlauf der Symptome: eine schubfreie, chronische Phase, in der die Haut trocken und gereizt, aber meist beherrschbar ist, und eine akute oder „schubartige“ Phase, in der die Haut sich entzündet, rötet, anschwillt und sehr stark juckt. Später schuppen und verkrusten die betroffenen Hautpartien, bevor die Erkrankung wieder in die chronische Phase übergeht, in der die Haut sich mit der Zeit verdickt (Lichenifikation). Ein Schub kann mehrere Tage, aber auch Wochen dauern. Verlauf und Ausprägung sind sehr individuell. Es gibt viele mögliche Auslöser, von Tierhaaren, Pollen und Hausstaubmilben, über Duft- und Konservierungsstoffe, Schweiß, bis hin zu extremen Temperaturen und Toxinen in verschmutzter Luft. Die Behandlung eines akuten Schubs unterscheidet sich deutlich von der in schubfreien Phasen. So kommen etwa rezeptpflichtige Cremes mit Kortison, aber, je nach Symptomen und Komplikationen, möglicherweise auch Antibiotika, Antimykotika oder Antiseptika zum Einsatz.


















