Stress und seine Auswirkungen auf die Haut & Rosacea
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Stress kann Rosacea-Symptome verstärken

Warum Entspannung auch Deiner Haut guttut

Das Wichtigste in Kürze: 
  • Stress ist eine uralte körperliche Reaktion, die unsere Ahnen auf Kampf oder Flucht vorbereiten sollte.
  • Der heutige Alltag löst die Stressreaktion bei vielen zu häufig aus. Erholungsphasen fehlen.
  • Stress verändert die Durchblutung der Haut und hemmt die körpereigene Abwehr. Beides kann sich ungünstig auf den Verlauf der Rosacea und das Hautbild auswirken.
  • Es gibt Übungen und Verhaltensänderungen, die dabei helfen, bewusst zu entspannen und den persönlichen Umgang mit Stress zu verbessern – und damit auch das Hautbild. Das gilt übrigens auch für Neurodermitis.
Inhalt fachlich geprüft von: Medical Affairs

Eine uralte körperliche Reaktion in einem hochmodernen Alltag

Streng wissenschaftlich betrachtet, kann sich Stress immer dann entwickeln, wenn Menschen (und andere höhere Lebewesen) plötzlich oder dauerhaft in eine Lage geraten, die sie als bedrohlich und beängstigend empfinden, weil sie zuvor gedanklich zu dem Schluss gekommen sind, dass sie nicht über genug Wissen und Erfahrung verfügen, um die Situation bewältigen zu können. 

Wann, wodurch und wie häufig es dazu kommt und welche Folgen Stress dann hat, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und hängt von vielen weiteren Faktoren ab. Doch unterm Strich weiß wohl jede und jeder von uns, dass es heute in einem normalen Alltag de facto nicht möglich ist, sich sämtlichen Ereignissen und Zuständen zu entziehen, die ein Gefühl von Druck, Aufregung oder Überlastung auslösen. Anders ausgedrückt: Stress gehört zum Leben dazu. Manche Forschende vermuten sogar, dass Leben und Weiterentwicklung ohne Stress gar nicht möglich wären. 

Zu den typischen Ereignissen und Zuständen, die Stress auslösen können, gehören zum einen äußere Reize, die wir nicht oder kaum ändern können, z.B. das Wetter, Verkehrsstaus oder Lärm. Zum anderen zählen auch psychosoziale und innere Stressoren dazu, z.B. Ärger im Arbeitsumfeld, ständiges Gedankenkreisen (Grübeln), Unzufriedenheit, Perfektionismus oder Hochsensibilität. Diese und viele weitere, oft sehr individuelle Faktoren können uns körperlich und geistig-emotional unter Strom setzen. Mal kurzfristig, mal länger anhaltend, mal sind sie mehr und mal weniger störend.

Doch alle Situationen, die Menschen als unangenehm oder überfordernd empfinden, haben etwas gemeinsam: Sie führen dazu, dass der Körper innerhalb kürzester Zeit mit einer Signalkaskade und Stresshormonen geflutet wird. Dabei greift vor allem die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol in eine Reihe unbewusst stattfindender Abläufe ein. Sie versetzt den Körper in einen Alarmzustand und eine höhere Leistungsbereitschaft. Denn der Bauplan der Evolution sieht vor, dass der Mensch unter Stress entweder bereit ist für Kampf oder Flucht. In jedem Fall sorgt das vegetative Nervensystem dafür, dass sich in Sekundenbruchteilen die Pupillen weiten, die Atmung schneller und die Verdauung gedrosselt wird, während die Muskelspannung, der Blutdruck und auch die Körpertemperatur steigen.1

Das Problem: Heutzutage geraten wir zwar glücklicherweise kaum noch in Situationen, in denen wir wirklich kämpfen oder flüchten müssen, dafür lässt aber der moderne Alltag bei vielen die steinzeitliche Stressreaktion immer häufiger anspringen und die Erholungsphasen, in denen die Stresshormone wieder abgebaut werden könnten, werden immer kürzer und seltener. Das kann auf Dauer erhebliche Folgen für den Körper und die Psyche haben.
Stress & Hauterkrankungen
Die Haut und das Nervensystem sind eng miteinander verbunden. Im Embryonalstadium entsteht beides in der zweiten und dritten Entwicklungswoche aus demselben Keimblatt.2  Psychodermatologen sehen in diesem gemeinsamen Ursprung auch den Grund für einen Zusammenhang zwischen Stress und entzündlichen Hauterkrankungen.3  Dieser könnte darüber hinaus erklären, warum sich auch andere psychische Probleme oft am Hautbild zeigen und umgekehrt eine kranke Haut die Psyche belastet.4

Stress verändert die Durchblutung der Haut

Stress stellt also einen sehr weitreichenden Faktor dar, der viele Vorgänge im Körper beeinflusst und sich demzufolge auch auf die Haut auswirkt. Das gilt insbesondere für eine empfindliche zu Rötungen, Couperose oder Rosacea neigende Haut. Vor allem ein Punkt ist hier im Zusammenhang mit Rosacea wichtig: Unter dem Einfluss der Stresshormone ändert sich die Durchblutung der Haut. 

Viele Menschen mit Rosacea kennen diese plötzliche Flush-Symptomatik nur zu gut: Sobald sie unter Anspannung stehen oder nervös werden, verfärben – je nach Erkrankungsstadium – die geweiteten Kapillargefäße die Haut an Wangen und Nase, Kinn und Stirn. Die typische Gesichtsrötung beginnt und/oder wird verstärkt. Den Betroffenen steht ihre emotionale Lage buchstäblich ins Gesicht geschrieben. 

Das Fatale: Daraus kann ein Teufelskreis entstehen. Allein das Wissen um die Tatsache, dass sie rot werden, sobald sie etwas nervt oder anstrengt, kann die Betroffenen noch mehr stressen und ihren Leidensdruck zusätzlich erhöhen. Es ist wie bei einer selbsterfüllenden Prophezeiung: Sie denken darüber nach, dass sie bestimmt gleich rot werden – und dann passiert es auch. Im schlimmsten Fall kann sich daraus eine regelrechte Angststörung entwickeln: Die übermäßige Sorge vor dem Erröten wird als Erythrophobie bezeichnet.5
Stress begünstigt Missempfindungen & Juckreiz
Häufiger oder anhaltender Stress kann auch zu Missempfindungen der Haut führen.6  Das Gesicht kribbelt oder juckt, die Haut kann sich taub anfühlen. Vorsicht! Wer dann kratzt und reibt, befeuert das entzündliche Geschehen in der Haut und verstärkt die Rötungen durch den mechanischen Reiz noch zusätzlich. In diesem Zusammenhang sei auch auf den sogenannten „Juckreiz-Kratz-Teufelskreis“ bei Neurodermitis hingewiesen, der sich auf ähnliche Weise auch bei Rosacea auswirken kann.
Infografik visualisiert den Juckreiz-Kratz-Teufelskreis und wie dieser sich auf die Neurodermitis Symptome auswirkt.

Stress schwächt die Abwehr der Haut

Stress beeinträchtigt die Haut aber auch noch auf einer anderen Ebene, denn er hat einen immunsuppressiven Effekt, kann also die körpereigene Abwehr schwächen.Dies kann im weiteren Verlauf dazu führen, dass das sogenannte Hautmikrobiom aus dem Gleichgewicht gerät und sich infolgedessen Rötungen, Couperose oder eine Rosacea weiter verschlechtern. 

Denn ähnlich wie beim Mikrobiom im Darm siedeln auf der Haut ebenfalls viele Milliarden von sogenannten residenten Mikroorganismen. Vor allem Pilze und Bakterien, aber auch Hefen, Viren und Milben zählen dazu. Diese ständig auf unserer Körperoberfläche lebenden „Gäste“ sind wertvolle Helfer für die Gesundheit der Haut, quasi der äußerste Schutzwall des Immunsystems. So regulieren die „guten“ Mikroorganismen beispielsweise den pH-Wert und sichern in einem leicht sauren Milieu ihr eigenes Überleben, während sie antimikrobielle Peptide produzieren, die schädliche Konkurrenz vertreiben.8  Hinzu kommt: Wo das eigene Hautmikrobiom vielschichtig und in großer Zahl gedeiht, gibt es keinen Platz für eine Besiedlung durch unerwünschte Keime.
Was ist der pH-Wert und wie wichtig ist er für die Haut?
Der pH-Wert gibt an, wie es um den Säureschutzmantel der Haut bestellt ist. Gemessen wird er mit einer Skala, die von 0 bis 14 reicht. Werte von 7 bis 0 gelten als zunehmend sauer, Werte von 7 bis 14 als zunehmend basisch. Der mittlere pH-Wert um 7 wird als neutral bezeichnet. Optimal für eine gesunde Haut ist ein niedriger, eher saurer pH-Wert (4,0 bis 5,5). Dann werden die „guten“ Bakterien auf der Haut unterstützt und das Eindringen von pathogenen Mikroorganismen weitgehend verhindert.9

Die Rolle der Demoxdex-Milben

Was die Besiedlung der Haut durch residente Mikroorganismen betrifft, ist es wichtig, dass die Balance in diesem Biotop stimmt. Mittlerweile liegen einige Studien vor, die darauf hindeutet, dass Stress eine Rolle bei der Verschiebung der Zusammensetzung des Hautmikrobioms spielen und sich negativ auf das Gleichgewicht der Mikroorganismen auf der Haut auswirken kann. Die Vermehrung potenziell schädlicher Mikroben könnte dadurch gefördert und das Wachstum von nützlichen Mikroorganismen gehemmt werden. 

Untersuchungen zeigen außerdem, dass chronisch entzündliche Hauterkrankungen wie Rosacea u.a. dadurch entstehen, dass bestimmte Arten von Hautbewohnern überhand nehmen.10  So tritt die im Grunde harmlose Haarbalgmilbe Demodex folliculorum, die sich von abgestorbenen Hautzellen und von Talg ernährt, bei vielen Menschen mit Rosacea in einer überdurchschnittlich hohen Population auf.11 Die Demodex-Milben bevorzugen talgdrüsenreiche Hautpartien, zu denen die sichtbaren Rosacea-Zonen gehören, vorrangig Wangen, Nase, Stirn und Kinn. Forschende gehen davon aus, dass die Demodex-Milbe gewebeschädigende Entzündungen durch Enzyme auslöst, die beim Verwerten ihrer Nahrung entstehen.12 Aufschluss über die Zahl der Demodex-Milben auf der Haut kann z.B. eine Untersuchung beim Hautarzt geben. Eine zu starke Besiedlung wird meist mit einer insektizid wirkenden Creme und mit einem Antibiotikum behandelt.
Was ist das Mikrobiom?
Der Begriff Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die sowohl auf der Haut als auch im Inneren des Körpers leben und ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems darstellen. Interessant: Ähnlich wie der Fingerabdruck, ist die Zusammensetzung des Mikrobioms einzigartig. Das „Human Microbiome Project” hat untersucht, wie sich die Zusammensetzung des Mikrobioms auf Gesundheit und Krankheit auswirkt. Dabei zeigte sich, dass auf der Haut etwa 10.000 verschiedene Arten von Mikroorganismen leben und die Zusammensetzung dieser Population in den unterschiedlichen Körperbereichen individuell ist. Die Mikroorganismen sind auf den von ihnen besiedelten Bereich des Körpers spezialisiert und bieten dort jeweils optimalen Schutz.13

Stress beeinträchtigt die natürliche Hautbarriere

Die sogenannte Hornschicht (Stratum corneum) ist die äußerste Schicht der Haut und spielt eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der natürlichen Hautbarriere. Sie besteht aus Hautzellen, die in ein Netzwerk (eine extrazelluläre Matrix) aus verschiedenen Lipiden (Fetten) eingebettet sind. So entsteht eine Barriere, die die Haut u.a. vor Feuchtigkeitsverlust und Schadstoffen schützt. 

Durch Stress beziehungsweise durch die Stresshormone, die durch ihn im Körper freigesetzt werden, kann jedoch die Funktion der Talgdrüsen beeinträchtigt werden, die verschiedene Lipide (Fette) für die natürliche Hautbarriere bilden. Die Hornschicht kann dadurch trockener und anfälliger für Risse und Irritationen werden. Infolgedessen kann es in der Haut zu einem erhöhten Feuchtigkeitsverlust kommen. 

Darüber hinaus kann Stress Entzündungsreaktionen in der Haut verstärken, da er die Freisetzung von Botenstoffen wie Zytokinen und Prostaglandinen erhöht, die Entzündungen fördern. Auch dadurch kann die Produktion von Lipiden für die natürliche Hautbarriere gestört werden und die Haut anfälliger für äußere Reize werden. Zudem kann Stress die natürlichen Regenerationsprozesse Haut verlangsamen und die Erneuerung der Hautzellen behindern. Abgestorbene Hautzellen können dadurch länger auf der Hautoberfläche bleiben, wodurch die Funktion der natürlichen Hautbarriere ebenfalls beeinträchtigt werden kann. 

Menschen mit einer zu Rötungen, Couperose oder Rosacea neigenden Haut brauchen deshalb eine Pflege, die die natürliche Hautbarriere mit hautverwandten Inhaltsstoffen stärken und regenerieren kann. Außerdem sollten die Pflegeprodukte Wirkstoffe enthalten, die die Ausschüttung von körpereigenen Botenstoffen vermindern, die z.B. an der Entstehung von Rosacea beteiligt sind. 

Die PHYSIOGEL® Calming Relief Anti-Rötungen Pflegeprodukte erfüllen diese Voraussetzungen. Sie sind mikrobiomneutral, versorgen die Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit und enthalten hautverwandte Lipide (Fette), die sich in die natürliche Hautbarriere eingliedern. Darüber hinaus beinhalten sie den 5-in-1 Wirkkomplex Endothelyol®, der Hautrötungen vorbeugt, das allgemeine Hautbild verbessert, die Gefäßneubildung reduziert, die Sichtbarkeit der Gefäße vermindert und Entzündungsbotenstoffe hemmt.
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Tipps & Tricks gegen Hautrötungen Geeignete Pflege & Produkte bei Rosacea

Viele Betroffene stresst die Hautkrankheit an sich

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance, hören und lesen wir immer wieder. Und der Blick ins Gesicht spielt dabei erwiesenermaßen eine zentrale Rolle. Daher verwundert es nicht, dass sich viele Menschen mit Rosacea für ihre unberechenbaren Rötungen schämen. Ständig rechnen sie damit, angestarrt zu werden oder unpassende Bemerkungen zu hören. Bleiben diese wider Erwarten aus, kreist das innere Gedankenkarussell häufig weiter: „Ich kann mich so nirgendwo mehr blicken lassen.“„Hätte ich doch nur nicht diese Krankheit.“ Das Selbstbewusstsein der Betroffenen leidet darunter oft massiv. Sie empfinden ihr Gesicht als entstellt und ziehen sich häufig immer mehr aus dem sozialen Leben zurück. 

Mit anderen Worten: Ihre Hautkrankheit selbst stresst die Betroffenen enorm und auf Dauer. Nicht selten entwickeln sich infolgedessen eine sogenannte Sozialphobie oder Depressionen. 

Das wird zudem dadurch begünstigt, dass auch uninformierte Außenstehende unpassend auf Hautrötungen bei Betroffenen reagieren, da sie die Symptome auf Alkoholmissbrauch, einen schlechten Gesundheitszustand oder mangelhafte Hygiene zurückführen.14 Mitunter halten sie die Erkrankung sogar für ansteckend. Bemerken Rosacea-Patienten ein entsprechendes Verhalten, oder werden sogar direkt mit etwaigen Sprüchen konfrontiert, kann das eine Sozialphobie und Stress noch zusätzlich fördern.

Untersuchungen der National Rosacea Society (NRS) in den USA ergaben z.B., dass viele Betroffene versuchen, ihre zu Rötungen neigende Haut hinter Make-up zu verstecken.15  Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang auch von Selbststigmatisierung. Neben einer geeigneten Hautpflege kommt es daher entscheidend darauf an, das beeinträchtigte Hautbild nicht selbst zum Stressauslöser werden zu lassen. 

Dabei kann vor allem eine psychologische Fähigkeit helfen: Sich selbst so akzeptieren zu können, wie man ist. Menschen, die das gut können beziehungsweise diese Fähigkeit mit der Zeit entwickeln, geht es generell mental besser. Für Menschen mit Rosacea sieht die NRS darin für den Schlüssel zur Genesung.16

Akzeptanz – damit ist nicht gemeint, sein Schicksal passiv zu ertragen. Akzeptanz bedeutet, für sich gedanklich und gefühlsmäßig ohne Groll anzunehmen, eine empfindliche Haut mit besonderen Bedürfnissen zu haben, ohne sich dafür selbst zu verurteilen oder irgendeine Schuld dafür zu geben. Akzeptanz meint also eine innere Haltung, die dabei hilft, jene Dinge gelassener hinzunehmen, die sich eben (noch) nicht ändern lassen, dafür aber selbstbewusst all das in Angriff zu nehmen, das sich anders machen lässt, z.B. die eigene Hautpflege oder das eigene Ernährungsverhalten. Das gelingt nicht von heute auf morgen, sondern immer nur Schritt für Schritt. Doch jeder Schritt hin zu mehr Akzeptanz kann den Alltag mit einer Hauterkrankung wie Rosacea ein wenig mehr erleichtern.

Stress eindämmen - nicht nur wichtig für die Haut

Ein universelles, immer gültiges Patentrezept, das dabei hilft Alltagsstress ab- und Akzeptanz aufzubauen, existiert dafür (leider) nicht. Stressbewältigung und Stressmanagement sind sehr individuell. Ein Universallösung für alle stressbedingten Probleme, gibt es nicht. Wichtig ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was einem gut tut. 

Wichtig ist aber auch, für sich herauszufinden, was einem nicht guttut, also aufzuspüren, wann und wodurch genau die Stressreaktion bei einem selbst ausgelöst wird. Dabei kann z.B. der „Zeitkuchen“ helfen. Für diese Übung wird zunächst ein großer Kreis auf ein DIN A4 Blatt gezeichnet. Er symbolisiert die Zeit, die einer Person jeden Tag zwischen dem Aufstehen am Morgen und dem Zubettgehen am Abend zur Verfügung steht. Diese Person kann nun einen typischen Wochentag Revue passieren lassen und den Kreis in unterschiedliche große „Tortenstücke“ einteilen, deren Größe jeweils zeigt, wie viel Zeit für welche Tätigkeiten verwendet wird. Anschließend sollte der eigene Zeitkuchen ehrlich und kritisch hinterfragt werden: Wofür fehlt Zeit? Wodurch geht zu viel Zeit verloren? Wie viel Zeit ist selbst- und fremdbestimmt? Wie soll der Zeitkuchen z.B. in einem Monat aussehen, um den aktuellen Zustand, der (zu) oft in Stress ausartet, nachhaltig zu verbessern?

Mehr Zeit für Pausen einplanen

Vor allem Pausen und Auszeiten sind dabei von zentraler Bedeutung. Wer sich zwischen zwei Aufgaben, zwei Telefonaten oder zwei Terminen bewusst ein paar Minuten Zeit nur für sich nimmt, kann damit sein Stress-Level schon ein Stück weit herabsetzen. Auch Phasen des Nichtstuns und Tagträumereien haben nichts mit Faulheit zu tun, sondern schalten das Gehirn in einen wichtigen Ruhemodus. Aus der Resilienzforschung ist zudem bekannt, dass regelmäßige kleine Auszeiten wichtig sind, um Stresshormone abzubauen und in einen normalen Spannungszustand zu kommen.17 

Dafür eignen sich z. B. ein kurzer Spaziergang im Park, eine Fünf-Minuten-Meditation, Musik hören, Gartenarbeit, lesen und vieles mehr. Das Schöne: Wie und wobei entspannt wird, ist Geschmackssache. Und das ist wichtig, denn im Entspannungsmodus produziert der Körper beruhigende Botenstoffe wie Endorphine und Gamma-Aminobuttersäure (GABA), die dafür sorgen, dass der Puls runterfährt, sich die Muskulatur lockert und die Atmung tiefer wird.18
Die "4 mal 4"-Übung gegen Stress
Es stimmt zwar, dass viele Menschen umso flacher und schneller atmen, je angespannter und gestresster sie sind. Doch in solchen Momenten ist es tatsächlich auch jederzeit möglich, bewusst in die Atmung einzugreifen und sie zu verändern, um Stress abzubauen. 

Das gelingt z.B. mit der „4 mal 4“-Übung: 
  • Vier Sekunden lang tief in den Bauch einatmen.
  • Vier Sekunden die Luft anhalten.
  • Vier Sekunden lang ausatmen.
  • Vier Sekunden bis zum nächsten Atemzug warten.  
Wer diese vier Schritte fünf- bis zehnmal wiederholt, aktiviert dadurch den sogenannten Vagusnerv, der im Körper für Ruhe und Gelassenheit sorgt. Wer regelmäßig tief durchatmet, fördert also die Fähigkeit zu entspannen.19

Weitere Tipps gegen Stress

Darüber hinaus werden Stresshormone gut durch Bewegung und Sport abgebaut. Da körperliche Anstrengung aber auch ein begünstigender Faktor bei Rosacea-Schüben sein kann, sollten Betroffene lieber Sportarten wie Yoga, Tai Chi oder Qi Gong ausprobieren. Auch andere körperliche Entspannungsmethoden wie die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, autogenes Training oder die Feldenkrais-Methode sind für Menschen mit einer zu Rötungen neigenden Haut geeignet. 

Viele Stressmanagement-Methoden werden z.B. an Volkshochschulen angeboten und als sogenannte Präventionsprogramme häufig sogar von den gesetzlichen Krankenkassen gefördert, denn: Wer regelmäßig seine Gelassenheit trainiert, lernt, bewusster mit den eigenen Kräften zu haushalten und künftige Belastungen entspannter zu schultern. Und genau diese innere Stärke kann sich dann auch positiv auf den Verlauf der Rosacea und den Zustand der Haut positiv auswirken.
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Hautpflege bei Rosacea
Eine zu Rötungen, Couperose oder Rosacea neigende Haut braucht vor allem Feuchtigkeit, hautverwandte Lipide (Fette) und Pflegeprodukte, die die Haut sanft reinigen.
1. Werdecker, Lena & Esch, Tobias. (2018). Stress und Gesundheit. 10.1007/978-3-662-54179-1_33-1.

2. https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/keimblatter

3. Weltweite Umfrage bestätigt große Belastung durch Rosazea. hautnah dermatologie 35, 63 (2019). https://doi.org/10.1007/s15012-019-2996-6

4. https://zeitzeichen.net/node/9886

5. Su D, Drummond PD. Blushing propensity and psychological distress in people with rosacea. Clin Psychol Psychother. 2012 Nov-Dec;19(6):488-95. doi: 10.1002/cpp.763.

6. https://www.dr-gumpert.de/html/taubheitsgefuehl_im_gesicht.html

7. https://www.aerzteblatt.de/archiv/35552/Psychoneuroimmunologie-Stress-erhoeht-Infektanfaelligkeit

8. & 9. Barel, A.O., Paye, M., & Maibach, H.I. (Eds.). (2010). Handbook of Cosmetic Science and Technology (3rd ed.). CRC Press. https://doi.org/10.1201/b15273

10. Rainer BM, Thompson KG, Antonescu C, Florea L, Mongodin EF, Bui J, Fischer AH, Pasieka HB, Garza LA, Kang S, Chien AL. Characterization and Analysis of the Skin Microbiota in Rosacea: A Case-Control Study. Am J Clin Dermatol. 2020 Feb;21(1):139-147. doi: 10.1007/s40257-019-00471-5.

11. Wei F, Li L, Kong Y, Yan X, Varghese KJ, Zhang S, Jiang J, Chai B, Chen H. Evidence for the Clinical Association between Demodex and Rosacea: A Review. Dermatology. 2024;240(1):95-102. doi: 10.1159/000534245.

12. Aktaş Karabay E, Aksu Çerman A. Demodex folliculorum infestations in common facial dermatoses: acne vulgaris, rosacea, seborrheic dermatitis. An Bras Dermatol. 2020 Mar-Apr;95(2):187-193. doi: 10.1016/j.abd.2019.08.023.

13. The Human Microbiome Project, hmpdacc.org/hmp/

14. Huynh TT. Am Health Drug Benefits. 2013; 6(6):348-354.

15. https://www.rosacea.org/press/2015/may/national-survey-reveals-that-rosacea-sufferers-often-hide-behind-cosmetics-before-treating-the-condition

16. Harper J., Huff, A., Acceptance Is Key To Recovery, Rosacea Review - Newsletter published by the National Rosacea Society, 1997, https://www.rosacea.org/rosacea-review/1997/spring/acceptance-is-key-to-recovery

17. Wendsche, Johannes. (2015). Leistungseffekte lohnender Kurzpausen – Eine Metaanalyse [The impact of worthwhile rest breaks on performance – A meta-analysis].

18. Meyerhoff D. J, Mon A, Metzler T, Neylan T. C (2014) University of California San Francisco, USA. Sleep, Volume 37, Issue 5. [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3985106]

19. https://gesund.bund.de/stress#stresssymptome
Wer überprüft unsere Inhalte? Medical Affairs
Um sicherzustellen, dass alle Inhalte auf unserer Website dem wissenschaftlichen Konsens und den Qualitätsanforderungen an medizinische Inhalte entsprechen, durchläuft jeder Text die medizinische Prüfung der Abteilung Medical Affairs. Dies sind die Gesichter dahinter. 
Inhaltlich geprüft von Kai Melchior
Kai ist bereits seit 2016 in wissenschaftlichen Positionen in der Pharmaindustrie aktiv und seit 2020 Head of Medical Affairs bei der Klinge Pharma GmbH. Die Abteilung ist Ansprechpartner für alle medizinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen zu den Produkten und Therapiebereichen und ständig im engen Austausch mit Ärzten, Apotheken, Redakteuren und Verbrauchern. Kai ist Diplom-Biologe und hat in Köln studiert.
Inhaltlich geprüft von Dr. Anna Pfaller
Anna ist Biologin und hat im Bereich der Augenforschung promoviert. Sie ist seit 2020 in der Abteilung Medical Affairs bei der Klinge Pharma GmbH tätig. Gemeinsam mit Kai sorgt sie dafür, dass die Informationen, die Du in unseren Inhalten findest, alle korrekt sind und dem aktuellen Stand der Forschung entsprechen. Zudem ist sie durch die Beantwortung von medizinischen Anfragen im regelmäßigen Austausch mit Patienten, Arztpraxen und Apotheken.