Sina: Liebe Suzan, vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses Gespräch nimmst. Du bist seit vielen Jahren Hautärztin und hast außerdem mit Deinem Unternehmen Thea Care die KI-Hautanalyse entwickelt, die auch die Besucher:innen unserer Website nutzen können. Magst du mal erzählen, warum Du Dich nach Deinem Medizinstudium für die Dermatologie entschieden hast?
Sina: Du erkennst viele Erkrankungen mit bloßem Auge und siehst ziemlich schnell, wenn eine Therapie anschlägt.
Sina: Gab es noch weitere Gründe?
Sina: Es geht Dir also auch um Eigenverantwortung und Personalisierung?
Sina: Passieren bei der Hautpflege mehr Fehler, wenn Menschen das nicht so genau wissen?
Sina: Wir bieten mit der PHYSIOGEL® Calming Relief Anti-Rötungen Pflegeserie u.a. Produkte an, die speziell für eine zu Rosacea, Couperose und zu Rötungen neigende Haut entwickelt wurden. Wie kann die KI-Hautanalyse bei diesem Hautzustand konkret helfen?
Sina: Die KI kann Laien also helfen, Rötungen im Gesicht früher zu erkennen.
Sina: Menschen mit Rosacea können also ihren Heilungsverlauf mit der KI-Hautanalyse selbst kontrollieren?
Sina: Und vielen Ärzt:innen fehlt ja wahrscheinlich auch die Zeit für eine so intensive Beratung, weil sie so viele Patient:innen haben, oder?
Sina: Welche Einsatzgebiete für Künstliche Intelligenz siehst Du noch?
Es gibt unfassbar viele Einsatzgebiete, spontan fallen mir drei ein: Erstens kann die KI die Dermatologie und das Gesundheitssystem insgesamt entlasten. Sie kann helfen, Prozesse zu optimieren und zu entbürokratisieren, was nicht nur Ärzt:innen, sondern auch das Praxispersonal entlastet. An einigen Stellen hat das bereits begonnen, aber ich sehe noch ein großes Potenzial für die Zukunft
Zweitens habe ich die große Hoffnung, dass KI die Diagnosestellung in vielen Bereichen verbessert und so potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen früher erkannt werden können. Eine Haut-KI könnte zum Beispiel Hausärzt:innen auf dem Land bei der Erkennung von Hautkrankheiten, insbesondere schwarzem Hautkrebs, unterstützen. Das könnte auch dazu führen, dass weniger Patient:innen an Hautärzt:innen überwiesen werden müssen – eine Entlastung für Fachärzt:innen und gleichzeitig eine verbesserte Patientenversorgung auf dem Land“
Sina: Und das dritte Einsatzgebiet, das Du siehst?
Die KI kommt mit voller Kraft in die Dermatologie und es ist klar, dass sie eine bedeutende Rolle spielen wird. Nur wenn wir als Dermatolog:innen frühzeitig mit ins Boot steigen und aktiv mitgestalten, können wir sicherstellen, dass die Ergebnisse sowohl für die Patient:innen als auch für uns als Ärzt:innen wirklich sinnvoll und hilfreich sind“














