
Trockene Hände: Welche Pflege Du jetzt brauchst
- Gerade die Haut auf den Handrücken ist eher dünn und besitzt nur wenige Talgdrüsen. Eine gestörte Hautbarriere kann hier also schneller als an anderen Körperstellen zu Trockenheit, Spannungsgefühlen, rauen oder rissigen Stellen führen.
- Spätestens dann brauchen die Hände eine konsequente Pflege, die sie mehrmals am Tag mit Feuchtigkeit und hautähnlichen Lipiden (Fetten) versorgt, welche die gestörte Hautbarriere gezielt reparieren und regenerieren können.
- Im Rahmen der Handpflege-Routine ist auch eine sanfte, aber effektive Reinigung wichtig – idealerweise mit milden Tensiden, die die Haut nicht unnötig irritieren. Unsere Daily Moisture Therapy Handwaschlotion eignet sich dafür besonders gut.
- Wann und wie intensiv die Hände zu Trockenheit neigen, hängt vom Hauttyp und vielen weiteren Faktoren ab. Meist wirken mehrere Ursachen zusammen. Zu diesen individuellen Bedürfnissen der Haut sollte (auch) die Handpflege passen.
- In unserem Sortiment findest Du Handpflegeprodukte für normale bis trockene sowie für irritierte und juckende Haut. Es kann sein, dass Deine Hände z.B. im Winter oder mit zunehmendem Alter eine reichhaltigere Pflege brauchen.
- Wo immer es möglich ist, verzichten wir in unseren Handpflegeprodukte auf potenziell irritierende Inhaltsstoffe wie Duft- und Farbstoffe, Paraffine, Silikone, Mikroplastik und klassische Konservierungsstoffe (gemäß EU-Verordnung EU 2023/2055).
- Natürliche Hausmittel wie pflanzliche Öle, Honig oder Hafer sowie eine ausgewogene Ernährung und genügend Flüssigkeit können zusätzlich zur Regeneration trockener Hände beitragen.
- Lässt die Trockenheit trotz Pflege nicht nach, zeigen sich Risse oder Anzeichen einer Infektion, sollte ein(e) Hautarzt:in aufgesucht werden
Die häufigsten Ursachen für trockene Hände
Rissige und raue Haut an den Händen ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie kann brennen, jucken und Dich im Alltag ziemlich einschränken. Während die oberste Hautschicht, die sogenannte Hornschicht (Stratum corneum), die vor allem aus abgestorbenen Hautzellen und einem Schutzfilm aus Lipiden (Fetten) besteht, auf den Handinnenflächen relativ stark ausgeprägt ist und gut vor mechanischen Belastungen und anderen äußeren Einflüssen schützt, ist die Hornschicht auf den Handrücken dünner. Dadurch ist sie weniger robust und ihre Barrierefunktion schwächer ausgeprägt. Eine gewisse Neigung zu trockener Haut an den Händen ist daher normal.
Wirkt die Haut an den Händen aber über längere Zeit oder dauerhaft zu trocken, ist wahrscheinlich ihre Barrierefunktion gestört, die normalerweise dafür sorgt, dass die Haut nicht zu viel Feuchtigkeit verliert und sie vor potenziell schädlichen Umwelteinflüssen schützt.
Eine gestörte Hautbarriere kann deshalb vor allem an den Händen dazu führen, dass die Haut dort einerseits vermehrt zu Trockenheit neigt und andererseits z.B. empfindlicher gegenüber UV-Strahlung, Hitze, Kälte, Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze) sowie bestimmten Zusätzen in Kosmetik- oder Reinigungsprodukten wird. Dadurch kann die Schutzbarriere weiter beeinträchtigt werden. Sie wird noch durchlässiger, verliert mehr Feuchtigkeit und reagiert empfindlicher auf potenziell schädliche Reize – ein ungesunder Kreislauf, der dazu führen kann, dass Deine Hände immer häufiger und sichtbarer zu Trockenheit neigen. Weitere Hautprobleme wie Irritationen, Risse, Rötungen oder Juckreiz können hinzukommen.
In den meisten Fällen sind für unangenehm trockene Hände mehrere Ursachen verantwortlich, die sich zum Teil auch noch gegenseitig verstärken können. Wir geben Dir hier einen Überblick.
Äußere Ursachen

Damit sind Auslöser gemeint, die von außen auf die Haut Deiner Hände einwirken. Dazugehören sowohl Einflüsse, die Du nicht beeinflussen kannst, z.B. das Wetter, als auch schlechte Gewohnheiten, die Du Deiner Haut zuliebe verändern kannst.
- Kalte und trockene Luft: Beide lassen die Haut schneller austrocknen. Schützen kannst Du Deine Hände in der kalten Jahreszeit z.B. mit warmen Handschuhen. Gegen (zu) trockene Heizungsluft hilft regelmäßiges Lüften oder ein Raumluftbefeuchter.
- UV-Strahlung: Zu viel Sonnenlicht beschleunigt die Hautalterung und vermindert die Feuchtigkeitsbindung der Haut. Schlimmstenfalls können sich auf den Händen aktinische Keratosen entwickeln – raue, schuppige Hautstellen, die als Vorstufe von Hautkrebs gelten. Auch harmlose Sonnenflecken (braune Pigmentflecken) können entstehen. Achte also immer, auch bei bewölktem Himmel, auf einen ausreichend hohen Sonnenschutz (mindestens Lichtschutzfaktor 30) und versuche, insbesondere im Sommer die Mittagssonne zu meiden.
- Falsches Händewaschen: Es ist zwar eine enorm wichtige Hygienemaßnahme, doch (zu) heißes Wasser und Waschlotionen mit aggressiven Tensiden lösen auf Dauer die natürlichen Lipide (Fette) aus der Haut. Dadurch können die Hände rissig und spröde werden. Besonders betroffen sind Menschen, die im Alltag konsequent auf Hygiene achten müssen, z.B. Pflegekräfte, Gastronomie-Mitarbeitende, Erzieher:innen oder Friseur:innen. Wenn das auch auf die zutrifft, solltest Du eine möglichst milde pH-hautneutrale und rückfettende Waschlotion verwenden, z.B. unsere Daily Moisture Therapy Handwaschlotion.
- Desinfektionsmittel: So wichtig sie in vielen Situationen und Berufen sind, auf Dauer können auch sie die Hände austrocknen. Umso wichtiger, dass du deine Hände regelmäßig pflegst. Trage z.B. nach dem Desinfizieren eine rückfettende, parfümfreie Pflegecreme auf. Gut geeignet sind Cremes mit Inhaltsstoffen wie Panthenol , Sheabutter und/oder Ceramiden.
- Reizende Chemikalien: Diese stecken z.B. in Putz- oder Reinigungsmitteln. Aggressive Chemikalien können die Haut reizen und ein unangenehmes Brennen verursachen. Zudem können sie die Hautbarriere schädigen und wertvolle Lipide aus der Haut lösen, wodurch Trockenheit entsteht oder verstärkt wird. Wenn Du also mit solchen Mitteln arbeitest, trage am besten Einmal- oder Haushaltshandschuhe und darunter eventuell Baumwollhandschuhe, um Schwitzen zu vermeiden.
Körperliche Ursachen
Damit sind Ursachen gemeint, die z.B. entstehen, weil Deinem Körper etwas fehlt oder sich in ihm etwas verändert. Auch bei einigen Erkrankungen können trockene Hände auftreten, z.B. bei Diabetes, Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis), Verhornungsstörungen (Ichthyosen), Unterfunktionen der Schilddrüse (Hypothyreosen) oder bei (Kontakt-)Allergien.
- Wasserhaushalt: Trinkst Du zu wenig, kann auch Deine Haut darunter leiden. Immerhin besteht der Körper eines Erwachsenen etwa zu 70 % aus Wasser. Versuche also, jeden Tag mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Wenn Du Sport treibst oder körperlich arbeitest und dabei ins Schwitzen kommst, darf es gern noch etwas mehr sein.
- Nährstoffhaushalt: Damit Deine Haut gesund bleibt, braucht sie vor allem die Vitamine A, C und E. Sie können die Hautregeneration fördern und die Hautzellen vor schädlichen freien Radikalen schützen. Sie stecken z.B. in Zitrusfrüchten (Vitamin C), Karotten und Leber (Vitamin A) sowie in pflanzlichen Ölen oder Sonnenblumenkernen (Vitamin E). Zudem unterstützt der Mineralstoff Zink die Wundheilung und wirkt entzündungshemmend, was besonders bei trockener Haut von Vorteil sein kann. Vor allem Kürbiskerne und Rindfleisch haben einen hohen Zink-Gehalt.
- Hormonelle Veränderungen: Bei Frauen ist die Haut auch stark von Hormonen abhängig. Sie steuern u.a. die Lipid- und Talgproduktion, die Feuchtigkeitsbindung in der Haut sowie die Kollagenbildung. Wenn Du z.B. schwanger bist, verändert sich dein Hormonhaushalt – vor allem Östrogen und Progesteron nehmen stark zu. Das kann auch die Talgdrüsen beeinflussen: Bei manchen Frauen produzieren sie mehr Fett, bei anderen weniger. Kommen Frauen in die Wechseljahre, sinkt ihr Östrogenspiegel dauerhaft. Dadurch kann die Haut dünner, trockener und weniger elastisch werden. Sie reagiert auch empfindlicher auf Kälte, Reinigungsmittel oder (zu) heißes Wasser (siehe äußere Ursachen).
- Alterungsprozesse: Mit dem Alter nimmt die Talg- und Kollagenproduktion in der Haut ab, was bereits ab Mitte 40 der Fall sein kann. Dann solltest Du Deine Pflegeroutine an die veränderten Bedürfnisse Deiner Haut anpassen. Steige auf Produkte mit höherem Lipid- und Feuchtigkeitsgehalt um. Unsere Daily Moisture Therapy Pflegeserien für sehr trockene Haut erfüllt genau diese Anforderungen.
- Dauerstress: Fühlst Du Dich immer wieder überfordert, unter Zeitdruck oder in die Enge getrieben, schüttet Dein Körper ständig Stresshormone aus, vor allem Cortisol. Chronischer Stress beeinflusst die Hautfunktion auf verschiedene Weise: Er kann die natürliche Hautbarriere schwächen, die Hautregeneration verlangsamen und die normale Feuchtigkeitsregulation beeinträchtigen. Dadurch wird die Haut durchlässiger und kann schneller austrocknen. Zudem fördert dauerhafter Stress „stille“ Entzündungen im Körper und schwächt das Immunsystem. Diese Prozesse können dazu führen, dass die Haut empfindlicher reagiert und vermehrt zu Problemen wie Ekzemen, Juckreiz, Rötungen oder Trockenheit neigt. Stress kann auch bestehende Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Psoriasis verschlechtern.
- Medikamente: Wer dauerhaft bestimmte Arzneimittel einnehmen muss, hat ebenfalls häufig mit trockenen Händen zu tun. Zwei Beispiele dafür sind Diuretika (ugs. „Wassertabletten“) und Cholesterinsenker (Statine) gegen zu hohe Blutfett-Werte. Diuretika fördern die Ausscheidung von Wasser über die Nieren. Dadurch wird vermehrt Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportiert. Besonders bei älteren Menschen können sie so zu einer Austrocknung der Haut führen. Statine greifen in den Fett- und Lipidstoffwechsel ein. Auch sie können Hauttrockenheit als unerwünschte Wirkung verursachen. Der genaue Mechanismus ist noch nicht vollständig geklärt.

Die häufigsten Ursachen für trockene Hände
Äußere Ursachen
- Häufiges Händewaschen, wie z.B. heißes Wasser und Seife
- Kalte Temperaturen, Wind und trockene Luft
- Chemikalien/Reizstoffe, wie z.B. Putz- und Lösungsmittel
- UV-Strahlung verstärkt die Hautalterung
- Mechanische Belastung, wie z.B. Reibung und Arbeitsalltag
Körperliche Ursachen
- Flüssigkeitsmangel, wenn Du zu wenig trinkst
- Vitaminmangel oder einseitige Ernährung
- Hauterkrankungen, wie z.B. Neurodermitis und Psoriasis
- Genetische Veranlagung und Alterungsprozesse
- Hormonelle Einflüsse
- Stress
- Medikamente
Effektive Pflege für trockene Hände
Wenn die Haut Deiner Hände trocken und strapaziert ist, braucht sie eine konsequente Pflege, die sie intensiv mit Feuchtigkeit versorgt und die natürliche Hautbarriere regeneriert und repariert. Zusätzlich solltest Du darauf achten, dass Du Deine Hände möglichst sanft reinigst. Zu heißes Wasser und aggressive Seifen können die Hände zusätzlich austrocknen. Besser sind lauwarmes Wasser sowie milde pH-hautneutrale und rückfettende Waschlotionen, welche die Haut Deiner Hände bereits beim Waschen pflegen – so wie unsere Daily Moisture Therapy Handwaschlotion für normale bis trockene Haut.

Daily Moisture Therapy Handwaschlotion
Reinigt Deine Hände schonend mit milden, seifenfreien Tensiden und hinterlässt ein angenehmes Hautgefühl.
Anwendung: Feuchte Deine Hände mit lauwarmem Wasser an und gib dann eine ausreichende Menge Handwaschlotion dazu. Verteile die Lotion gleichmäßig, auch zwischen den Fingern und spüle sie anschließend mit Wasser ab.
- Seifenfrei und pH-hautneutral
- Auch für Babys und Kinder geeignet
- Ohne Duft- und Farbstoffe
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Cremen, cremen, cremen

Direkt nach dem Waschen solltest Du Deine Hände mit einem weichen Handtuch vorsichtig abtupfen. Nicht trocken rubbeln! Eincremen von noch leicht feuchter Haut führt dazu, dass die Haut extra viel Feuchtigkeit einschließen kann. Stell Dir am besten eine Handcreme direkt an Deinen Waschplatz und/oder auf Deinen Schreibtisch, damit Du das Eincremen nicht vergisst.
Idealerweise cremst Du Deine Hände jedes Mal nach dem Händewaschen und zusätzlich vor dem Schlafengehen ein. Nachts finden die meisten Reparaturprozesse der Haut statt. Creme Deine Hände vor dem Schlafengehen also ruhig etwas dicker ein und ziehe anschließend idealerweise ein paar Baumwollhandschuhe an. So kann Deine Handcreme vollständig einziehen und die Haut optimal regenerieren.
Künstliche Intelligenz (KI) unterstützt Dich
Du bist noch unsicher, welchen Hauttyp Du hast, der Weg in die Apotheke, ein Kosmetikstudio oder eine Hautarzt-Praxis ist Dir aber zu aufwendig? Dann nutze stattdessen die KI-Hautanalyse von PHYSIOGEL® . Lade einfach mit Deinem Smartphone ein aktuelles Selfie von Dir hoch und erfahre nur wenige Sekunden später, welchen Hauttyp Du hast und in welchem Zustand sich Deine Haut momentan befindet. Zusätzlich erhältst Du dazu passende Produktempfehlungen aus unserem Sortiment. Der Clou: Hast Du ein Produkt von uns bereits eine Zeit lang verwendet, kannst Du die KI-Hautanalyse wiederholen, um festzustellen, wie sehr sich der Zustand Deiner Haut bereits verbessert hat.
Auf die richtigen Inhaltsstoffe setzen

Du fragst Dich vielleicht, warum Dein Hauttyp so wichtig ist. Das hängt vor allem damit zusammen, dass Pflegeprodukte, die nicht zu den Bedürfnissen Deiner Haut passen, Wirk- und Inhaltsstoffe enthalten können, die ihren aktuellen Zustand nicht verbessern, sondern ihn stattdessen eher verschlechtern, z.B., weil sie die natürliche Hautbarriere zusätzlich irritieren und ihre Schutzfunktion weiter beeinträchtigen.
Die Folge: Obwohl Du Deine Haut regelmäßig pflegst, fühlt sie sich nicht besser, sondern eher noch trockener, rauer und rissiger an.
Wo immer es möglich ist, verzichten wir in unseren Produkten daher auf folgende Inhaltsstoffe:
- Farbstoffe
- Duftstoffe
- Paraffine
- Silikone
- Klassische Emulgatoren
- Klassische Konservierungsstoffe
- Mikroplastik
Das ist unser „Ohne-Prinzip“.

Wertvolle und besonders hautverträgliche Wirkstoffe wie Panthenol, Palmitoylethanolamid (PEA) und Squalan regen die natürliche Reparatur der Haut an und erhöhen so ihre Schutzfunktion. Zudem ahmen unsere Pflegeprodukte die Struktur der natürlichen Lipide der Haut nach und fügen sich perfekt in die Hautbarriere ein. Dadurch wird die Haut regeneriert und Feuchtigkeitsverluste verhindert. Das ist unsere innovative BioMimetic Technologie.
Trockene, raue und beanspruchte Hände brauchen Pflegewirkstoffe, welche die Haut jeden Tag intensiv mit Feuchtigkeit versorgen, kleine Risse reparieren und die natürliche Hautbarriere stärken. Folgende Inhaltsstoffe eignen sich für trockene Hände besonders gut:

Ceramide bilden zwischen und mit den obersten Hautzellen eine natürliche Barriere, die die Haut vor dem Austrocknen und schädlichen Außeneinflüssen schützt. Hautverwandte Ceramide in unseren Pflegeprodukten gliedern sich optimal in diese natürliche Hautbarriere ein, helfen ihr, sich zu regenerieren und können die Haut so vor Feuchtigkeitsverlust schützen.

Glycerin gehört zu den natürlichen Feuchthaltefaktoren (NMF) in der Haut. Es kann Wasser anziehen, binden und steuert damit u.a. die „Zähflüssigkeit“ der extrazellulären Matrix zwischen den Hautzellen. Diese ist vor allem für eine gesunde Hautbarriere wichtig. Pflegeprodukte mit Glycerin versorgen die Haut mit zusätzlicher Feuchtigkeit und tragen zur Regeneration der hauteigenen Schutzbarriere bei.


Palmitoylethanolamid (PEA) ist ein natürlich vorkommender Lipidmediator, der entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften besitzt. In unseren Produkten trägt PEA dazu bei, Juckreiz und Rötungen zu reduzieren.

Panthenol / Provitamin B5 wird in der Haut in Vitamin B5 umgewandelt, welches eine Schlüsselrolle im Stoffwechsel der Hautzellen besitzt. Es stärkt die natürliche Hautbarriere, fördert die Regeneration der Hautzellen, hemmt Entzündungen, spendet Feuchtigkeit und hinterlässt ein angenehm weiches Hautgefühl

Squalen wird von der Talgdrüse produziert und ist Bestandteil des hauteigenen Lipid-Films, der die Hautfeuchtigkeit aufrechterhält und eine wichtige Barrierefunktion übernimmt. Da Squalen selbst nicht lange haltbar ist, wird es in Pflegeprodukten durch die hydrierte/ stabilisierte Form Squalan ersetzt. In Kosmetik wirkt es als Feuchthaltemittel, hautberuhigend und macht die Haut weich und geschmeidig.
Diese Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Deine trockenen Hände sich schneller erholen. Wir verwenden sie in unseren Handpflege-Produkten, die jeweils für unterschiedliche Hauttypen geeignet sind. Wähle für Deine Hände das Pflegeprodukt aus, das am besten zu ihren Bedürfnissen passt.
Gut zu wissen: Diese Bedürfnisse können sich ändern: So neigen die Hände vieler Menschen z.B. in der kalten Jahreszeit vermehrt zu Trockenheit (mehr dazu in diesem Abschnitt). Auch normale Alterungsprozesse oder hormonelle Veränderungen können sich auf die Trockenheit Deiner Hände auswirken (mehr dazu in diesem Abschnitt). Dann solltest Du gegebenenfalls zu einer reichhaltigeren Handcreme wechseln.
Aus folgenden Handpflege-Produkten kannst Du bei uns wählen
Schutzmaßnahmen im Alltag
Zusätzlich zur Reinigung und Pflege solltest Du Deine Hände vor weiteren Schäden schützen.
- Trage Handschuhe, wann immer die Haut besonderen Strapazen ausgesetzt ist. Im Winter sind warme Handschuhe draußen Pflicht. Auch bei Hausarbeiten lohnt es sich, Gummihandschuhe zu verwenden, um den direkten Kontakt mit heißem Wasser und Reinigungsmitteln zu vermeiden.
- Reduziere außerdem – soweit hygienisch vertretbar – den übermäßigen Einsatz von alkoholhaltigen Desinfektionsmitteln im Alltag, da diese die Haut stark entfetten. Wenn Desinfektion nötig ist, kannst Du auch zu Produkten mit rückfettenden Inhaltsstoffen greifen und dir nach jeder Desinfektion Deine Hände wieder eincremen.
Hausmittel gegen trockene und rissige Hände
Schon unsere Großeltern kannten Tricks gegen trockene und rissige Hände. Das Schöne an diesen Hausmitteln: Sie nutzen natürliche Zutaten, die in vielen Küchen- und Vorratsschränken zu finden sind. Nichtsdestotrotz können auch sie die Haut irritieren oder allergische Reaktionen auslösen. Falls Du bereits eine (Kontakt-)Allergie hast, solltest Du am besten mit Deiner/Deinem Hautarzt:in besprechen, welche Hausmittel Du problemlos nutzen kannst. Sollten Deine Hände sehr rissig oder sogar blutig sein, solltest Du mit Hausmitteln ebenfalls vorsichtig sein beziehungsweise erst mal auf sie verzichten, bis die Wunden verschlossen sind.
Trage ein neues Hausmittel, so wie ein neues Pflegeprodukt, zunächst nur auf ein kleines Hautareal auf und beobachte, wie Deine Haut darauf reagiert. Bleiben Juckreiz, Brennen, Rötungen und andere Irritationen aus, kannst Du das Hausmittel gern ausprobieren und Dir und Deinen Händen damit zusätzlich etwas Gutes tun.
Haferflocken-Peeling
Haferflocken sind nicht nur ein gesundes Frühstück, sondern auch ein tolles Hausmittel für die Hautpflege. Ein Haferflocken-Handpeeling entfernt abgestorbene Hautzellen und kann trockene Hände pflegen und sie geschmeidig machen. Das Ergebnis: glattere Haut, die Pflegeprodukte anschließend besser aufnehmen kann.

Zutaten:
- 1 Tasse zarte Haferflocken
- 5-7 EL Wasser
- Misch die Haferflocken mit etwas lauwarmem Wasser, bis eine dicke Paste entsteht. Sie sollte fast wie ein Backteig an Deinen Händen haften.
- Trage die Paste großzügig auf Deine Hände auf, besonders auf raue, schuppige Stellen. Lege die Hände bequem nebeneinander und decke sie z.B. mit einem sauberen Geschirrtuch ab, damit nichts herunterbröselt
- Lass die Paste etwa 10 Minuten einwirken und halte die Hände möglichst ruhig. Während dieser Zeit erweichen die Haferflocken die oberste Hornschicht.
- Spüle die Paste mit lauwarmem Wasser gründlich ab. Massiere dabei Deine Hände leicht. Dann können die weichen Haferflocken wie ein sanftes Peeling wirken.
- Alles abspülen, die Hände vorsichtig trockentupfen und eine Handcreme auftragen.
Wirkung: Die Haferflocken-Maske hat zwei Effekte in einem: Zum einen Peeling – durch die weiche Körnung der aufgeweichten Flocken werden lose Hautschüppchen schonend abgerubbelt. Zum anderen Pflege – Hafer enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Beta-Glucan, die Feuchtigkeit spenden und beruhigen. Nach der Behandlung fühlen sich die Hände glatter an und nehmen Deine Handcreme noch besser auf. Bei sehr trockenen oder rissigen Händen solltest Du auf jegliches Rubbeln verzichten, um die Hautbarriere nicht weiter zu schädigen.
Neben Haferflocken gibt es weitere Hausmittel gegen extrem trockene Hände. Quark oder Joghurt zum Beispiel spendet durch seinen hohen Wassergehalt Feuchtigkeit und wirkt kühlend. Quarkumschläge sind ein klassisches Beruhigungsmittel für gereizte Haut. Auch Avocado-Püree (reich an gesunden Fetten und Vitamin E) gemischt mit etwas Olivenöl ergibt eine tolle Maske, die trockene Haut nähren kann.
Trockene Hände im Winter
Die kalte Jahreszeit bricht an, und schon werden die Hände rau und spröde. Kommt Dir das bekannt vor? Trockene Hände im Winter sind tatsächlich ein sehr verbreitetes Phänomen. Im Winter werden viele Einflüsse, die zu trockener Haut führen, nochmal verstärkt.
Sobald die Temperaturen fallen, fährt unsere Haut die Talgproduktion herunter. Gleichzeitig verbringen wir viel Zeit in beheizten Räumen, wo die Luftfeuchtigkeit oft niedrig ist. Diese trockene Heizungsluft entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Gerade die Hände leiden darunter besonders, weil sie der kalten und trockenen Luft oft direkt ausgesetzt sind. Musst Du im Winter, z.B. bei der Arbeit, immer wieder raus (Kälte) und rein (Trockenheit), kann das Deine Haut zusätzlich stressen. Sie kann dann unangenehm spannen oder rissig werden. Häufiges Händewaschen im Winter (gerade bei Grippe- und Erkältungswellen besonders wichtig) kann das Problem weiter verschärfen.

So schützt Du Deine Hände im Winter
Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Maßnahmen lässt sich vorbeugen. Hier ein paar Tipps von uns für Dich, damit Deine Hände auch in der kalten Jahreszeit geschmeidig bleiben:
- Schütze Deine Hände draußen: Trage bei kaltem Wetter unbedingt Handschuhe (bei sehr eisigen Temperaturen ggf. mit Wollfutter). Das hält Kälte und Wind ab, sodass die Haut nicht auskühlt. Bei Kälte wird die Talgproduktion der Haut deutlich reduziert und die Durchblutung verringert sich. Dadurch kann die Hautbarriere geschwächt werden. Warmhalten der Hände unterstützt daher die normale Hautfunktion.
- Verbessere das Raumklima: In geheizten Räumen kannst Du etwas für die Luftfeuchtigkeit tun. Ein (Raum-)Luftbefeuchter oder ein feuchtes Tuch auf der Heizung erhöht die Feuchtigkeit in der Luft und hilft, Austrocknung vorzubeugen. Deine Hände (und übrigens auch Deine Lippen und Nasenschleimhäute) werden es Dir danken.
- Passe Deine Hautpflege an die Jahreszeit an:Verwende im Winter eine reichhaltigere Handcreme als im Sommer. Produkte, die extra für den Winter oder für trockene Haut ausgelobt sind, enthalten meist mehr rückfettende Substanzen. Eine leichte Lotion, die im Sommer angenehm ist, reicht jetzt womöglich nicht aus. Scheue nicht vor etwas „fetteren“ Cremes zurück. Deine Haut braucht jetzt dieses Plus an Lipiden.
- Nicht zu heiß waschen: Auch wenn heißes Händewaschen bei durchgefrorenen Fingern verlockend scheint, solltest Du weiterhin nur lauwarmes Wasser verwenden. Heißes Wasser würde die bereits geschwächte Hautbarriere zusätzlich schädigen und wertvolle Lipide aus der Haut lösen. Verwende außerdem milde, pH-hautneutrale Waschlotionen, z.B. unsere Daily Moisture Therapy Handwaschlotion.
- Zusätzliche Pflege-Rituale einbauen: Gönn Deinen Händen im Winter ab und zu eine Extraportion Pflege. Trage z.B. eine unserer Handcremes abends großzügig wie eine Maske auf und ziehe dir über Nacht Baumwollhandschuhe an. So bleiben Deine Hände schön geschmeidig und tiefe Risse haben keine Chance.
Warum bleiben meine Hände trotz Eincremens trocken?
Diese Frage hören Hautärzt:innen häufig, besonders im Winter. Oft liegt es daran, dass Deine Haut einfach mehr Pflege benötigt, als Du denkst. Im Winter verdunstet Hautfeuchtigkeit schneller, und Du cremst vielleicht zu sparsam oder mit Produkten, die nicht reichhaltig genug sind. Möglicherweise störst Du unbewusst immer wieder den Schutzfilm der Haut, etwa durch ein Desinfektionsmittel. Versuche, Dir nach dem Eincremen etwas Zeit zu lassen, damit die Wirkstoffe einziehen können. Greif im Winter ruhig zu fettreicheren Handcremes, die einen schützenden Film auf der Haut hinterlassen. Oder trage deine Handcreme abends, vor dem Zubettgehen großzügig wie eine Maske auf und trage dann über Nacht Baumwollhandschuhe. Das mag sich zunächst etwas ungewohnt anfühlen, aber es kann die Haut vor erneuten Feuchtigkeitsverlusten schützen.
Ernährung und Vitamine für gesunde Haut
Schöne Haut kommt auch von innen – dieser Spruch gilt ebenso für die Hände. Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, trockener Haut vorzubeugen.
Deine Hautzellen benötigen verschiedene Nährstoffe, um optimal zu funktionieren. Wichtig sind z.B. die Vitamine A, C und E sowie verschiedene B-Vitamine. Vitamin A steckt z.B. in Karotten, Süßkartoffeln, Grünkohl, Spinat oder Mango. Schmackhafte Vitamin-C-Quellen sind z.B. Orangen, Zitronen, Grapefruits, rote Paprika, Sanddorn, Hagebutten, Brokkoli oder Kiwi. Vitamin E (Tocopherol) nimmst Du z.B. mit Sonnenblumenkernen und pflanzlichen Ölen zu Dir. Vitamin B2 (Riboflavin) steckt z.B. in Mandeln, Austernpilzen und in Milchprodukten. Gute Lieferanten für Vitamin B3 (Niacin) sind u.a. Erdnüsse, Vollkornbrot, Haferflocken, Naturreis, Geflügel oder Fisch. Deinen Bedarf an Vitamin B6 (Pyridoxin) kannst Du gut mit Kartoffeln, Bananen oder Lachs decken.
Daneben sind Mineralstoffe wie Zink und Eisen wichtig für die Haut. Sie unterstützen u.a. die Wundheilung und helfen der Haut sich zu regenerieren. Leckere Zink-Quellen sind z.B. Rindfleisch und Kürbiskerne. Viel Eisen steckt u.a. in rotem Fleisch (Rind, Lamm, Wild), Hirse, Hülsenfrüchten (Linsen, Kichererbsen, Bohnen) oder Sesam.
Darüber hinaus können auch gesunde Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren (u.a. zu finden in Seefisch, Leinsamen oder Walnüssen) zur Hautgesundheit beitragen. Studien deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren die Stabilität der Zellmembranen verbessern und der Haut helfen können, Feuchtigkeit besser zu speichern.

Du siehst, trockene Hände können ein Zeichen dafür sein, dass Deinem Körper etwas fehlt. Wenn Deine Hände also immer wieder extrem trocken sind, trotz Pflege von außen, lohnt ein Blick auf die Ernährung. Frag Dich: Ernähre ich mich ausgewogen und vielseitig? Fehlen mir eventuell bestimmte Nährstoffe? Trinke ich genug?
Wenn Du unsicher bist, kannst Du darüber z.B. auch mit deiner/deinem Hausarzt:in oder einer/einem Ernährungsberater:in sprechen. In manchen Fällen kann auch eine gezielte Supplementierung (Nahrungsergänzung) sinnvoll sein, etwa mit Omega-3-Kapseln (Fischöl) oder einem Vitaminpräparat, um die Haut von innen zu unterstützen. Aber Vorsicht: Eigenmächtig hochdosierte Präparate zu nehmen, ist nicht ratsam.
Was tun bei rissigen und aufplatzenden Händen?
Wenn die Haut an den Händen so trocken wird, dass Risse entstehen, die schlimmstenfalls aufplatzen, kann das sehr schmerzhaft sein. Tiefe Risse an den Fingerknöcheln oder in der Haut an den Handflächen stören bei jedem Handgriff und bei jeder Berührung. Das kann für die Betroffenen sehr belastend sein.
Ursachen für rissige Hände
Rissige Hände sind in der Regel eine Folge davon, dass die Hautbarriere stark geschädigt und die Haut massiv ausgetrocknet ist. Wenn der Haut über längere Zeit Fett und Feuchtigkeit fehlen, wird sie spröde und unelastisch. In diesem Zustand können durch Bewegung oder leichte Belastung Risse entstehen. Insbesondere Kälte und trockene Luft tragen dazu bei, dass die Haut an den Händen bis in tiefere Schichten austrocknet. Hinzu kommen oft mechanische Belastungen: Trockene Haut reißt leicht ein, z.B. beim Faust schließen oder bei Arbeiten mit den Händen. Risse entstehen bevorzugt dort, wo die Haut sich spannt (an Knöcheln, Fingerkuppen). Das Aufplatzen der Haut ist also ein Alarmzeichen – hier ist schnelles Handeln gefragt.


Was tun gegen extrem rissige Hände?
Zunächst einmal: Schreck nicht davor zurück, Deine Hände jetzt zu pflegen, auch wenn es eventuell etwas brennt. Die Haut braucht gerade jetzt dringend Feuchtigkeit und Regeneration. Folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen haben sich bewährt.
- Creme Deine Hände sofort intensiv ein. Greif am besten zu einer reichhaltigen Creme, idealerweise mit Wirkstoffen wie Behensäure, Panthenol oder Glycerin. Diese Inhaltsstoffe spenden Feuchtigkeit, binden Wasser in der Haut und fördern die Regeneration. Trage die Creme dick auf die rissigen Partien auf. Es kann kurz brennen, vor allem wenn kleine offene Hautstellen da sind. Wähle deshalb lieber parfümfreie, pH-hautneutrale Produkte, um Reizungen zu vermeiden.
- Trage über Nacht eine Handmaske auf. Verteile eine Handcreme von uns großzügig auf den Händen ziehe danach Baumwollhandschuhe an. Lass die Creme über Nacht einwirken. So kann sie in die Hornschicht eindringen und die Heilung fördern.
- Kümmere Dich um kleine Wunden. Reinige die betroffenen Stellen vorsichtig mit klarem Wasser oder einer milden Wundspüllösung. Trage dann eine antiseptische Wundsalbe auf. Das beugt Infektionen vor.
- Gönn Deinen Händen eine Pause. Vermeide erst mal Tätigkeiten, welche die geschädigte Haut weiter strapazieren (z.B. mit Putzwasser schrubben, Gartenarbeit ohne Handschuhe etc.). Wenn Du rausgehst, klebe Dir eventuell ein Pflaster auf tiefere Risse, um sie vor Schmutz und Kälte zu schützen. Halte Deine Hände außerdem warm und trocken.
Mit diesen Maßnahmen sollten akute Hautrisse innerhalb weniger Tage deutlich besser werden. Achte in dieser Phase penibel auf Pflege. Besonders nach jedem Wasserkontakt immer sofort nachcremen.
Wann mit rissigen Händen zum Arzt?
Wenn trotz aller Pflege die Risse immer wiederkommen oder sehr tief sind, zögere nicht, Deine(n) Hautarzt:in aufzusuchen. Möglicherweise liegt ein Handekzem vor oder eine andere Hauterkrankung, die eine gezielte Behandlung (etwa Cortison-haltige Cremes für kurze Zeit) erfordert. Auch bei Anzeichen einer Infektion (Rötung, Eiter, starke Schmerzen) solltest Du unbedingt ärztlichen Rat einholen. In den meisten Fällen jedoch bekommst Du rissige Hände mit den oben genannten Maßnahmen gut selbst in den Griff.
Die Hauptsache ist, dass Du Deinen Händen Aufmerksamkeit schenkst. Trockene, spröde oder rissige Hände sind ein Hilferuf Deines Körpers. Aber mit etwas Geduld und Fürsorge können sie bald wieder gesund und elastisch werden. Denk auch immer daran, vorbeugend aktiv zu werden, damit es gar nicht erst so weit kommt.















